Nach vier Handelstagen mit Gewinnen gibt EUR/USD am Donnerstagvormittag im Vorfeld des um 13:45 Uhr MESZ anstehenden Zinsentscheides der Europäischen Zentralbank (EZB) nach. Erwartet wird im Konsens, dass die EZB ihren Leitzins angesichts einer moderaten Inflation zur Stärkung der Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum um 25 Basispunkte auf dann 0,50 Prozent senken wird.

    Der jüngst veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone verdeutlicht, dass sich die Stimmung in der Industrie der Eurozone im April weiter eingetrübt hat. Der Index sank laut endgültiger Veröffentlichung von 46,8 Punkten im März auf 46,7 Zähler im April und damit weiter in den kontraktiven Bereich. Zunächst war ein Wert von 46,5 Zählern gemeldet worden.

    „Die Frage ist, ob sie die Zinsen senken oder nicht“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg Lutz Karpowitz, Währungsstratege bei der Commerzbank in Frankfurt. „Senken sie die Zinsen nicht, wäre das eine Enttäuschung für den Markt und positiv für den Euro.“

    Gegen 11:15 Uhr MESZ notiert EUR/USD bei 1,3166. Oberhalb des gestern erreichten knappen Fünfwochenhochs bei 1,3243 trifft das Währungspaar an den Hochs vom 25. Februar 2013 bei 1,3319 und vom 20. Februar 2013 bei 1,3434 auf die nächsten Widerstände. Die nächste markante Unterstützung liegt am Tief vom 24. April 2013 bei 1,2952.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.