Frankfurt (BoerseGo.de) – Die Länder der Eurozone haben keine Pläne für ein Rettungspaket für Italien. Das berichtete der US-Finanzsender CNBC am Mittwochabend unter Berufung auf Beamte der Eurozone. Es gebe auch keine Pläne zur Bereitstellung einer vorsorglichen Kreditlinie für das Land. Italien muss laut Bericht allein in den nächsten zwölf Monaten Schulden im Volumen von 326 Milliarden Euro refinanzieren. Insgesamt hat Italien Schulden von rund 1,9 Billionen Euro, womit der Euro-Rettungsfonds EFSF auch nach Umsetzung der jüngsten Erweiterung mit einer Italien-Rettung deutlich überfordert wäre.

Das Instrument der vorsorglichen Kreditlinie kann der Euro-Rettungsfonds EFSF voraussichtlich ab Ende November einsetzen. Der Rettungsfonds darf ab diesem Zeitpunkt auch Staatsanleihen von angeschlagenen Euro-Staaten auf dem Primär- und auf dem Sekundärmarkt erwerben oder Anleiheemissionen über eine Versicherungslösung attraktiver für Investoren machen.

Am Mittwoch waren die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen auf neue Rekordstände geklettert. Die Rendite von zehnjährigen italienischen Staatsanleihen stieg deutlich über sieben Prozent. Bei diesem Renditeniveau dürfte Italien längerfristig nicht in der Lage sein, sich eigenständig zu refinanzieren. Griechenland, Portugal und Irland hatten beim Anstieg der Renditen über diese Marke internationale Hilfe angefordert.