Die Europäische Zentralbank will die Inflationsentwicklung auch nach der heute beschlossenen Zinserhöhung noch genau beobachten um die Preisstabilität kurz- und mittelfristig zu sichern. Wie der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, werde die Inflation in der Eurozone im laufenden und voraussichtlich auch im kommenden Jahr über zwei Prozent bleiben. Die genaue Entwicklung werde dabei vor allem von den Energiepreisen beeinflusst. Die Inflation könnte aber auch von Steuernerhöhungen und Lohnsteigerungen getrieben werden. Trichet betonte deshalb, dass die Aufwärtsrisiken der Preisentwicklung gestiegen seien.

Die EZB habe aber auch weiterhin keinen vorbestimmten Plan für künftige Zinserhöhungen. Die Zinsentscheidungen hingen von der Entwicklung der aktuellen Wirtschaftsdaten ab, hieß es. Im September wird es aber vermutlich keinen Zinsschritt geben.