New York/ Singapur (BoerseGo.de) – Erneut erhöht eine Rating-Agentur den Druck auf die US-Politik, die Finanzlage in den Griff zu bekommen. Nachdem im Mai bereits Standard & Poor's (S&P) den Ausblick der Kreditwürdigkeit für die USA auf "negativ" gesetzt hatte, schlägt jetzt das Rating-Haus Fitch in eine ähnliche Kerbe und droht den USA ebenfalls mit einem negativen Ausblick. "Wenn wir den 2. August erreichen, ohne dass die Schuldenobergrenze erhöht wurde, dann würde Fitch seinem Rating einen 'Ausblick negatvi' geben", sagte der Chef der Agentur für die Region Asien-Pazifik, Andrew Colquhoun, am Dienstag in Singapur.

Allerdings gehe er davon aus, dass die Regierung und die Opposition in Washington ihren Streit noch rechtzeitig beilegen werden, so Colquhoun. Sollten die USA allerdings Mitte August den Zinsforderungen nicht nachkommen, werde die Agentur ohne Wenn und Aber eine eingeschränkte Insolvenz des Landes feststellen.

An diesem Dienstag versuchen Demokraten und Republikaner erneut, ihren Streit beizulegen und einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Die Fronten im Streit um die Konsolidierung der Staatsfinanzen in den USA verhärten sich zusehends. Die Republikaner haben ein Gesetz der Regierung zur notwendigen Erhöhung der Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar im US-Repräsentantenhaus nicht mitgetragen.