Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Bender, hat am Dienstag einige der negativen Presseberichte zum Ausblick der Luftverkehrssparte für das Jahr 2007 kommentiert.

    Der CEO äußerte sich insofern, dass die höheren Kosten in der Folge des Ausbaus der Sicherheitsmaßnahmen nur bedingt weitergegeben werden können. Darüber hinaus befände man sich in Diskussion mit den Airlines über die Einführung neuer Flughafengebühren. Diese kommen nach Angaben des CEO allerdings nur sehr zögerlich voran, vor allem da die Fluggesellschaften auf die Senkung der Gebühren drängen. Als ein weiterer Grund für ein gehemmtes Wachstum wurde das potentielle Erreichen der Kapazitätsgrenze des Frankfurter Flughafens in den kommenden Jahren angeführt.

    Die Wertpapierexperten der Investmentbank Goldman Sachs deuten in einer aktuellen Studie die Äußerungen als ein Signal, dass sich das Wachstum aufgrund des sinkenden Traffics und des zunehmenden Kostendrucks abschwächen könnte. Nach Meinung der Analysten sind die Aussichten für 2007 nicht sehr rosig, allerdings dürfte eine Abschwächung im Flugverkehr durch die Zugewinne im Retail-Sektor kompensiert werden. Ein Hauptthema ist dabei die Mehrwertsteuererhebung.

    Goldman Sachs erwartet konkretere Angaben zum Ausblick des Unternehmens auf dem am 21. September stattfindenden Investorentag. Aktuell stuft Goldman Sachs die Aktien von Fraport mit Kursziel 50 Euro und dem Rating „Neutral“ ein.