Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport gab gestern bekannt, dass er sein Immobiliengeschäft zu einem zweiten Standbein neben dem Flugbetrieb ausbauen will. Später könnte dieses Geschäft je nach den steuerlichen Voraussetzungen in eine Immobilien AG oder in eine börsennotierte Immobiliengesellschaft (REIT) ausgegliedert werden.

    Nach Einschätzung von Per-Ola Hellgren, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, bietet die gestern vorgestellte Immobilienstrategie längerfristig ein hohes Wachstumspotenzial. Durch die geplanten Investitionen (die bis 2015 um etwa 500 Millionen Euro auf bis zu 6,6 Milliarden Euro angehoben worden sind) werde der Konzern außerdem seine Kapitalstruktur optimieren können, wodurch sich die theoretische Bewertung erhöhen sollte. Kurzfristig sieht der Aktienexperte allerdings eher begrenztes Potenzial für Fraport: Die neue Nordwest-Landebahn wird nach Einschätzung der LRP frühestens im Jahr 2010 operativ, bis dahin müsse der Konzern mit unterdurchschnittlichem Wachstum am Frankfurter Flughafen leben.

    Vorerst bestätigen die LRP-Analysten somit ihr "Marketperformer"- Rating und das Kursziel von 68 Euro per Ende 2007.