Der US-Dollar ist auf breiter Basis schwächer in die neue Handelswoche gestartet. EUR/USD erholt sich von seinem letztwöchigen Rücksetzer unter die 1,30er-Marke und notierte bislang bei 1,3052 in der Spitze, während GBP/USD sich vom am Freitag erreichten Vierwochentief bei 1,5162 bis bislang 1,5245 in der Spitze erholte.

Profitieren können Euro und Pfund dabei von den besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe im Juni. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone fiel mit einem Anstieg von 48,3 Punkten im Mai auf ein 16-Monatshoch bei 48,8 Zählern im Juni in endgültiger Lesung leicht besser aus als in der ersten Veröffentlichung mit 48,7 Punkten gemeldet. Dessen britisches Pendant kletterte hingegen deutlich von 51,5 Zählern im Mai auf aktuell 52,5 Punkte – der höchste Indexstand seit Mai 2011.

Gegenüber dem Yen kann der Greenback zulegen, wobei sich USD/JPY langsam aber sicher an die runde 100er-Marke heranpirscht. In der Spitze notierte das Währungspaar bislang bei 99,72. Der über Nacht veröffentlichte japanische Tankan-Report ist leicht besser ausgefallen als erwartet. So erholte sich der Index für die Stimmung in großen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im zweiten Quartal deutlich auf vier Punkte. Analysten hatten im Konsens nur mit einem Anstieg auf drei Zähler gerechnet, nachdem der Index im ersten Quartal bei minus acht Punkten notiert hatte. Der Index zur Stimmung bei den großen Dienstleistern legte wie erwartet von sechs auf zwölf Zähler zu.

AUD/USD hat sich von seinem am Freitag bei 0,9111 erreichten Zweieinhalbjahrestief bis 0,9207 in der Spitze erholt, nachdem aus „Down Under“ ein Anstieg des AIG-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juni von 43,8 auf 49,6 Punkte gemeldet wurde. Das nächste Highlight für den Handel mit dem „Aussie“ ist der in der Nacht zum Dienstag anstehende Zinsentscheid der Reserve Bank of Australia (RBA). Erwartet wird im Konsens, dass die australische Notenbank ihren Leitzins unverändert bei 2,75 Prozent belässt.

Auch der Montagnachmittag steht ganz im Zeichen der Veröffentlichung von Einkaufsmanagerindizes. Auf dem Programm steht um 15:00 Uhr MESZ der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA. Erwartet wird im Konsens, dass der Index im Juni laut endgültiger Veröffentlichung von 52,3 auf 52,4 Punkte gestiegen ist. Um 16:00 Uhr MESZ folgt der ISM Index (Konsens 50,6 nach 49,0 Punkten).

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.