Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und einzelne Mitgliedsstaaten der Währungsunion stützen am Mittwoch den Euro. Die Gemeinschaftswährung legte in der Spitze bis auf 1,3255 Dollar zu, nachdem sie am Morgen noch bei 1,3187 Dollar notiert hatte. Am Dienstagnachmittag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,3180 festgelegt. Auch die Währungspaare EUR/GBP und EUR/CHF zeigen sich von den Einkaufsmanagerindizes beflügelt.

    Der Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft der Eurozone ist im Juli nach vorläufigen Daten auf den höchsten Stand seit 18 Monaten geklettert. Mit 50,4 Punkten notiert der Stimmungsindikator auch wieder über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Die Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem leichten Anstieg auf 49,3 Punkte gerechnet, nach 48,7 Zählern im Vormonat. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe legte von 48,8 Punkten auf 50,1 Zähler zu (Prognose: 49,1 Punkte), während der Index für den Dienstleistungssektor mit 49,6 Punkten (Prognose: 48,9 Punkte, Vormonat: 48,3 Punkte) unterhalb der Wachstumsschwelle blieb. Auch die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland fielen unerwartet gut aus.

    Schwache Wirtschaftsdaten aus Japan belasten derweil den Yen. Die Exporte legten im Juni im Jahresvergleich nur um 7,4 Prozent zu, während die Volkswirte eigentlich mit einem Anstieg um 10,3 Prozent gerechnet hatten. Japans Handelsbilanz schloss den zwölften Monat in Folge mit einem Defizit ab.

    EUR/JPY kann deutlich auf 132,44 zulegen, nachdem das Währungspaar in der Nacht noch bei 131,5 notierte. USD/JPY überwindet derweil wieder die psychologisch wichtige Marke von 100 Punkten nach oben und notiert aktuell bei 100,09, nach 99,4 in der Nacht.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.