Der Euro kann seine Vortagesgewinne am Donnerstag nicht behaupten. Die europäische Gemeinschaftswährung fällt zur Stunde um 0,40% auf 1,3240 US-Dollar zurück. Am Mittwochabend notierte die Gemeinschaftswährungs noch deutlich höher bis auf 1,3345 US-Dollar.

    Auch die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus der Eurozone können den Euro nicht unterstützen. Die Markit-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone übertrafen die Erwartungen teils deutlich. Der Gesamtindex konnte die Wachstumsschwelle von 50 Punkten hinter sich lassen.

    Die US-Notenbank setzt ihre milliardenschweren Anleihekäufe zunächst unvermindert fort, wie die Währungshüter am Mittwochabend in Washington mitteilten. Der Dollar geriet dadurch kräftig unter Druck. Heute stehen die Notenbanken in Europa im Mittelpunkt des Interesses.

    Dabei setzen sowohl Bank of England als auch Europäische Zentralbank auf Altbewährtes. Wie die BoE mitteilte, bestätigte der geldpolitische Ausschuss MPC den Leitzins von 0,50 Prozent und das Zielvolumen des Wertpapierkaufprogramms von 375 Milliarden Britischen Pfund. Beides hatten Volkswirte erwartet.

    Analog belässt die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Auch am Ausleihungs- und Einlagensatz änderte die Notenbank nichts. Die Zinssätze liegen nach wie vor bei 1,0 beziehungsweise null Prozent. EZB-Präsident Draghi wird die Entscheidungen ab 14.30 Uhr auf der Pressekonferenz erläutern. Hier dürfte auch die jüngste Debatte um die Veröffentlichung von Notenbankprotokollen zur Sprache kommen.

    Gegenüber dem britischen Pfund sackt der Euro zur Stunde um 0,66 % auf 0,8690 ab.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.