Der US-Dollar bewegt sich im europäischen Handel am Mittwoch, gemessen am US-Dollar-Index, gegenüber den anderen Hauptwährungen seitwärts. EUR/USD konsolidiert im Bereich von 1,3240-80 die Verluste der vergangenen Handelstage. Jüngste Daten aus der Eurozone stimmen hoffnungsvoll. So haben die beiden volkswirtschaftlichen Schwergewichte Frankreich und Deutschland die Eurozone im zweiten Quartal aus der Rezession geführt. Das stärker als erwartet ausgefallene Wachstum in den beiden Ländern führte dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone in den drei Monaten bis Ende Juni sequenziell um 0,3 Prozent zulegte. Erwartet worden war im Konsens ein Plus von 0,2 Prozent, nach minus 0,2 Prozent im ersten Quartal.

GBP/USD kann nach besser als erwartet ausgefallenen britischen Arbeitsmarktdaten zulegen und notierte bislang bei 1,5506 in der Spitze. So sank die Zahl der Arbeitslosen (mit Leistungsanspruch) im Juli um 29.200. Erwartet worden war im Konsens ein Minus von 15.000, nach einem Rückgang um 29.400 im Vormonat. Zudem ging die Arbeitslosenquote im Juli überraschend von 4,4 auf 4,3 Prozent zurück (Konsens 4,4 Prozent). Nach Kriterien der International Labour Organization (ILO) lag die Arbeitslosenquote in Großbritannien im Dreimonatsschnitt bis Juni unverändert bei 7,8 Prozent.

Das Sitzungsprotokoll des letzten Treffens der Bank of England (BoE) enthüllte, dass sowohl die Entscheidung, den Leitzins als auch das Volumen des Anleihenkaufprogramms unverändert zu belassen, einstimmig getroffen wurde. Für die Veröffentlichung einer „Forward Guidance“ stimmten acht der neun Mitglieder des geldpolitischen Rats.

Aufmerksamkeit erregt hat am Mittwochvormittag der starke Anstieg von EUR/CHF. Das Cross kletterte dank der besser als erwartet ausgefallenen europäischen BIP-Daten bis 1,2427 in Spitze. Hinzu kamen Kommentare des Direktoriumsmitglieds der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Fritz Zurbrügg. Dieser sagte, der Franken sei nach wie vor hoch bewertet und die 1,20er-Wechselkursuntergrenze werde so lange beibehalten wie nötig.

Nachdem die wichtigen Wirtschaftsdaten aus Europa veröffentlicht wurden, verschiebt sich der Fokus nun in Richtung USA. Das datenseitige Highlight dort steht heute um 14:30 Uhr MESZ mit den Erzeugerpreisen für Juli zur Veröffentlichung an. Erwartet wird im Konsens ein Anstieg um 0,3 Prozent im Monatsvergleich. Im Juni hatte der sequenzielle Preisauftrieb 0,8 Prozent betragen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.