Der US-Dollar gibt im europäischen Handel am Dienstag gegenüber den anderen Hauptwährungen nach. EUR/USD legt bis 1,3279 im Hoch zu, nachdem gemeldet worden ist, dass das italienische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit minus 0,2 Prozent im Quartalsvergleich nicht so stark gesunken ist wie im Konsens mit minus 0,4 Prozent erwartet (Vorquartal minus 0,6 Prozent).

GBP/USD setzt seinen gestrigen Anstieg nach erneut starken britischen Daten bis 1,5391 in der Spitze fort. Über Nacht wurde gemeldet, dass der Halifax-Immobilienpreisindex im Juli um 0,9 Prozent im Monatsvergleich und 4,6 Prozent im Jahresvergleich zugelegt hat – der stärkste Anstieg seit August 2010. Auch die vom „British Retail Consortium“ (BRC) gemeldeten Einzelhandelsumsätze legten im Juli mit einem Anstieg um 2,2 Prozent im Jahresvergleich deutlich zu (Vormonat plus 1,4 Prozent). Zuletzt überraschten die britische Industrieproduktion im Juni mit einem Anstieg um 1,1 Prozent im Monatsvergleich und die Produktion im verarbeitenden Gewerbe mit einem Plus von 1,9 Prozent im Monatsvergleich positiv (Konsens plus 0,7 bzw. plus 0,9 Prozent).

AUD/USD erholt sich nach dem Zinsentscheid der Reserve Bank of Australia (RBA) von seinem zu Wochenbeginn erreichten knappen Dreijahrestief bei 0,8846. In der Spitze notierte AUD/USD bislang bei 0,9006. Die australische Notenbank hat ihren Leitzins über Nacht wie erwartet um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent gesenkt. Das Begleitstatement fiel jedoch nicht mehr so zinspessimistisch aus wie zuletzt.

Aufmerksamkeit gilt im weiteren Handelsverlauf nun um 12:00 Uhr MESZ den Auftragseingängen in der deutschen Industrie im Juni. Erwartet wird im Konsens ein Anstieg um 1,1 Prozent im Monatsvergleich, nach einem Rückgang um 1,3 Prozent im Mai. Aus den USA steht um 14:30 Uhr MESZ die Handelsbilanz für Juni zur Veröffentlichung an. Analysten kalkulieren im Schnitt mit einem Defizit von 43,1 Milliarden US-Dollar, nach minus 45,0 Milliarden US-Dollar im Mai.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.