Der US-Dollar macht am Freitag auf breiter Basis einen Teil der gestrigen Verluste wieder wett. Nachdem der Greenback nach Veröffentlichung der zahlreichen US-Daten am Donnerstagnachmittag zunächst von diesen profitieren konnte, waren die Gewinne jedoch nicht nachhaltig und es kam im weiteren Handelsverlauf zu einem Richtungswechsel, der dem US-Dollar gegenüber den anderen Hauptwährungen (mit Ausnahme des Yen) deutliche Verluste bescherte.

EUR/USD fällt am Freitag peu à peu von seinem gestrigen Hoch bei 1,3362 zurück und notierte bislang bei 1,3323 im Tief. Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli laut endgültiger Schätzung wie erwartet und wie zuletzt gemeldet um 21,6 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Der Überschuss in der Handelsbilanz der Eurozone ist im Juni saisonbereinigt auf 14,9 Milliarden Euro gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Plus von 15,3 Milliarden Euro gerechnet, nachdem der Aktivsaldo im Mai bei 13,8 Milliarden Euro gelegen hatte.

GBP/USD fiel vom gestern erreichten Neunwochenhoch bei 1,5652 bislang bis 1,5613 zurück, während sich USD/CHF vom Tief bei 0,9244 bislang bis 0,9288 erholte. NZD/USD hat am Freitag ein frisches Zweimonatshoch bei 0,8113 erreicht, bevor es nach der Meldung über ein Erdbeben in Neuseeland zu einem Kursrücksetzer bis zutiefst 0,8006 kam.

Der US-Wirtschaftskalender ist nach der gestrigen Datenflut auch am Freitagnachmittag gut bestückt. Den Auftakt machen um 14:30 Uhr MESZ die Baubeginne und -genehmigungen im Juli. Erwartet wird im Konsens, dass die Baugenehmigungen im Juli annualisiert auf 945.000 gestiegen sind (Juni: 918.000), während die Baugenehmigungen von 836.000 auf 905.000 zugelegt haben sollen. Gleichzeitig stehen auch die Produktivität (ex Agrar) und die Lohnstückkosten im zweiten Quartal zur Veröffentlichung an. Das Highlight kommt mit dem Konsumklima der Uni Michigan im August um 15:55 Uhr MESZ zum Schluss. Analysten kalkulieren im Schnitt mit einem Anstieg von 85,1 auf 85,6 Punkte.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.