Der US-Dollar ist auf breiter Basis fester in die neue Handelswoche gestartet. Der US-Dollar-Index kletterte angesichts von Spekulationen, dass der konjunkturelle Aufschwung in den USA die Federal Reserve Bank veranlassen wird, ihr Anleihenkaufprogramm zurückzufahren, auf ein Dreijahreshoch bei 84,83 Punkten. Zuletzt hatte diese Erwartung der starke US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag geschürt.

Auch Kommentare des EZB-Ratsmitglieds Jens Weidmann, dass die Geldpolitik allein die Schuldenkrise in der Eurozone nicht lösen könne, sondern die Regierungen mit Reformen vorankommen müssten, favorisieren den US-Dollar. Gleiches gilt für die Senkung des Ausblicks für Portugal. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hatte am Freitag den Ausblick für Portugal aufgrund der gestiegenen politischen Unsicherheit von „stabil" auf „negativ" gesenkt. Das Kreditwürdigkeitsrating wurde bei „BB“ belassen. Eine Abstufung wird jedoch mit negativem Ausblick zukünftig wahrscheinlicher.

EUR/USD hat am Freitag ein frisches Siebenwochentief bei 1,2804 erreicht und pendelt am späten Montagvormittag im Bereich des Freitagsschlusskurses bei 1,2831. Das Sentix-Anlegervertrauen für die Eurozone hat sich im Juli von minus 11,6 Punkten auf minus 12,6 Zähler weiter eingetrübt. Die deutschen Exporte sind im Mai saisonbereinigt um 2,4 Prozent im Monatsvergleich gesunken (Konsens minus 0,5 Prozent nach plus 1,4 Prozent).

GBP/USD tut es EUR/USD um seinen Freitagsschlusskurs bei 1,4888 gleich, während USD/JPY am frühen Montag ein frisches Fünfwochenhoch bei 101,53 erreicht hat. Das Economy Watchers Sentiment für Japan ist im Juni auf 53,0 Punkte gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang auf lediglich 55,6 Zähler gerechnet, nach 55,7 Punkten im Mai.

EUR/CHF ist fester in die neue Handelswoche gestartet. Im Hoch erreichte das Währungspaar bislang 1,2390. Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Juni um 4.792 im Monatsvergleich gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 3,0 Prozent auf 2,9 Prozent. Saisonbereinigt ergibt sich im Monatsvergleich wie erwartet eine unveränderte Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent. Die Industrieproduktion in der Schweiz ist im ersten Quartal 2013 um 3,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Die Auftragseingänge haben um 0,6 Prozent zugelegt, während die Auftragsbestände um 5,2 Prozent zurückgingen.

EUR/SEK hat am Montagmorgen nach Veröffentlichung enttäuschender Daten aus der schwedischen Industrie deutlich aus dem Bereich von 8,7450 bis 8,8084 in der Spitze zugelegt. So sank die Industrieproduktion im Mai um 2,6 Prozent im Monatsvergleich. Analysten hatten im Konsens auf dieser Basis hingegen mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 1,1 Prozent im April. Die Auftragseingänge in der schwedischen Industrie verringerten sich im Mai um 2,6 Prozent, nach minus 10,3 Prozent im April.

Die nächsten wichtigen Daten stehen nun mit der Produktion im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands um 12:00 Uhr MESZ an. Erwartet wird im Konsens für Mai ein Rückgang um 0,5 Prozent im Monatsvergleich (April plus 1,8 Prozent). Um 15:00 Uhr MESZ steht eine Rede des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi auf der Agenda. US-Wirtschaftsdaten stehen am Montagsnachmittag nicht an.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.