Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat das Zielband für den Dreimonats-Franken-Libor am Donnerstag erwartungsgemäß bei 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Der Euro/Franken-Mindestkurs von 1,2000 soll weiterhin verteidigt werden. Man sei bereit, unbegrenzte Mengen an Devisen zu kaufen, um den Mindestkurs zu verteidigen. Der Franken sei weiter hoch bewertet. Eine Aufwertung werde man nicht erlauben, da dies schwerwiegende Folgen für die Preis- und Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz hätte.

    Auf absehbare Zeit werden in der Schweiz keine Inflationsrisiken gesehen. Die Inflationsrate wird 2012 nun mit minus 0,7 Prozent erwartet. Für 2013 wird ein Preisrückgang um 0,1 Prozent erwartet. 2014 sollen die Verbraucherpreise dann um 0,4 Prozent steigen.

    Die Risiken für die Schweizer Konjunktur wurden aufgrund der Eurokrise und der Fiskalklippe in den USA als außergewöhnlich hoch beschrieben. Die Wachstumsprognose für 2013 liegt in der Spanne von 1,0 bis 1,5 Prozent. Im laufenden Jahr 2012 erwartet man ein Plus von 1,0 Prozent.

    GBP/CHF notiert bei 1,4918. Eine stärkere Unterstützung stellt das Tief vom 3.12. bei 1,4825. Widerstand liegt bei 1,5070 (Verlaufshoch vom 11.12.).

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.