London (BoerseGo.de) – Gold erholt sich zum Wochenschluss angesichts einer hohen physischen Nachfrage nach Barren sowie seitens der Schmuckindustrie weiter von seinem jüngsten Kurseinbruch, der das Edelmetall am Montag ein Zweijahrestief bei 1.337,00 US-Dollar je Feinunze erreichen ließ. Gegen 15:40 Uhr MESZ notiert Gold mit einem Plus von 0,67 bei 1.400,85 US-Dollar je Feinunze.

    „Die physische Nachfrage ist außergewöhnlich hoch“, zitiert Bloomberg Bernard Sin, Leiter Währungs- und Metallhandel bei MKS Finance in Genf.Die Nachrichtenagentur berichtet von gestiegener Nachfrage nach Schmuck sowie Münzen und Barren in Indien und China, während die Münzprägeanstalten von den USA bis Australien von rekordhohen Münzverkäufen berichten. So habe die US-Münzanstalt Mint im April mit 153.000 Ein-Unzen-American-Eagle-Münzen bereits so viele Goldmünzen innerhalb eines Monats verkauft, wie seit fast drei Jahren nicht mehr, heißt es.

    Der Run auf Goldschmuck und -münzen in Indien werde die Importe in diesem Quartal kräftig steigern, da Händlern und Banken langsam das Gold ausgehe, sagte Mohit Kamboj, Präsident der Bombay Bullion Association. In Hongkong und Macau sind die täglichen Kundenzahlen bei der weltgrößten Schmuckeinzelhandelskette Chow Tai Fook Jewellery Group um rund 25 Prozent gestiegen.

    „Wir erleben mit dem deutlichen Anstieg der physischen Goldkäufe durch Investoren und Einzelhandelskunden in zwei wichtigen Märkten – Indien und China – eine starke Reaktion auf den Preisrückgang“, meint Mark Pervan, leitender Rohstoffstratege bei der Australia & New Zealand Banking Group.