London (BoerseGo.de) – Gold bewegt sich am Mittwoch in einer engen Handelspanne unterhalb der 1.370er-US-Dollar-Marke und damit nicht weit entfernt von seinem am 15. April 2013 erreichten Zweijahrestief bei 1.337-US-Dollar je Feinunze. Der Markt erwartet mit Spannung das am Abend anstehende Ergebnis des zweitägigen Treffens des Offenmarktausschusses der Federal Reserve Bank, von dem sich Hinweise auf den Fortbestand der Quantitative-Easing-Maßnahmen erhofft werden.

    In den vergangenen Wochen haben die wechselnden Einschätzungen am Markt, ob und wenn ja, in welchem Umfang die US-Notenbank ihre Quantitative-Easing-Maßnahmen zurückfahren wird, das Marktgeschehen nicht nur beim Gold, sondern auch bei EUR/USD und am Aktienmarkt beeinflusst. Daher haben die heutigen diesbezüglichen Äußerungen von Bernanke eine besonders hohe Relevanz. Aufmerksamkeit gilt vor allem der Einschätzung Bernankes zur Lage am Arbeitsmarkt, da die Fed eine Rückführung der Anleihenkäufe von derzeit monatlich 85 Milliarden US-Dollar von einer nachhaltigen Erholung auf dem Arbeitsmarkt abhängig gemacht hat.

    „Gold ist angesichts der Unsicherheit über das Anleihenkaufprogramm des Fed unter Druck“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einem Report der Kotak Commodity Services Ltd. in Mumbai. „Jeglicher Hinweis, dass das Anleihenkaufprogramm zurückgefahren wird, wäre negativ für Gold, obwohl dies zu einem gewissen Grade bereits eingepreist ist“, heißt es weiter.

    Xiang Nan, Analyst bei CITIC Securities Futures Co. fügt hinzu: „Gold ist in einer engen Handelsspanne gefangen, da niemand sich vor dem Ende des Fed-Treffens positionieren will.“