New York (BoerseGo.de) - Immer wenn die Wellen an den Börsen hoch schlugen, liefen Investoren in den vergangenen Wochen reflexartig den sicheren Hafen Gold an. Ein 1000-Punkte-Crash im Dow Jones, steigende Risikoprämien bei hellenischen Renten, nicht abreißen wollende Pleitemeldungen von Banken aus den USA, neue Maßnahmen zur Abkühlung der Konjunktur durch die People's Bank of China - immer lautete die einhellige Antwort der Investoren: Gold. Just wenn sich an einem dieser Eintrübungsfaktoren etwas zum positiven wendete, wurden diese Absicherungsverkäufe auch wieder aufgelöst.

    So auch heute. Die kräftige Rally im Euro - die Gemeinschaftswährung springt heute um fast 2% oder 240 Pips auf 1,2476 US-Dollar - treibt Schiffe aus dem sicheren Hafen Gold, die zuvor wegen der Euroschwäche dort angelegt hatten.

    "Was wir hier sehen ist die Rückabwicklung des Euro-Gold-Trades", kommentiert Walter de Wet, ein Analyst bei der Standard Bank aus London.

    Gold fällt um 36,90 Dollar oder 3% - das ist der größte Tagesverlust seit Februar. Silberinvestoren ergeht es noch schlimmer: Halb Industrie-, halb Edelmetall leidet Silber zusätzlich unter schlechten Wirtschaftsdaten aus den USA. Der Preis rutscht an der COMEX in New York um 92 cents oder 5% auf 17,79 Dollar/Unze.