London (BoerseGo.de) – Gold fällt weiter von seinem im Zuge der Syrien-Krise am Mittwoch erreichten Dreieinhalbmonatshoch zurück und notiert gegen 15:05 Uhr MESZ mit einem Minus von 0,95 Prozent bei 1.394,19 US-Dollar je Feinunze.

    Obwohl die geopolitischen Risiken, die sich aus einem Militärschlag ergeben, nicht vom Tisch sind, hat sich die Lage mit dem britischen „Nein“ zu einer Beteiligung weiter entspannt. Bereits gestern hatte sich abgezeichnet, dass eine militärische Antwort des Westens auf den Giftgaseinsatz in der vergangenen Woche nicht mehr unmittelbar bevorsteht. Dennoch besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass die USA zu einem Alleingang bereit sind.

    Ebenfalls negativ für den Goldpreis sind die jüngsten US-Daten, die zeigten, dass es sowohl in der Wirtschaft als auch auf dem Arbeitsmarkt bergauf geht. So ist das US-Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit 2,5 Prozent im Quartalsvergleich (annualisiert) deutlich stärker gestiegen als in einer ersten Schätzung mit plus 1,8 Prozent gemeldet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der Woche bis zum 24. August von 337.000 auf 331.000. Die Daten stützen die Sicht, dass die Federal Reserve Bank (Fed) bald mit der Reduzierung ihrer Anleihenkäufe im Volumen von derzeit 85 Milliarden US-Dollar beginnen wird.

    „Die Marktteilnehmer haben in Reaktion auf die starken US-Daten, die die Spekulationen wieder aufleben ließen, dass die Fed im September mit der Rückführung der Quantitative-Easing-Maßnahmen beginnen wird, Longpositionen reduziert“, zitiert Bloomberg die Analysten von AnandRathi Commodities in Mumbai. Diese machten für den Goldpreisrückgang zudem die geringere Wahrscheinlichkeit, dass ein Militärschlag gegen Syrien unmittelbar bevorsteht, verantwortlich.