London (BoerseGo.de) – Gold setzt seine Talfahrt auch am Freitag fort und hat bei 1.192,00 US-Dollar je Feinunze jüngst ein frisches 34-Monatstief erreicht. Damit hat Gold im zweiten Quartal 25 Prozent seines Wertes verloren – der größte Quartalsverlust seit mindestens 1920. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 28 Prozent, womit sich das Edelmetall auf einem guten Wege befindet, den größten Jahresverlust seit 1980 aufzuweisen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

    „ETF-Investoren verkaufen nach wie vor und niemand will mehr in Gold investiert sein“, zitiert Bloomberg Marc Ground, Rohstoffstratege bei der Standard Bank in Johannesburg. „Wir registrieren jedoch einige physische Käufe. Sollte sich dies fortsetzen, dürfte es ein wenig Unterstützung bringen“, so Ground weiter.

    Die globalen ETF-Bestände sind gestern um weitere 9,5 Tonnen auf 2.048,7 Tonnen gesunken – der niedrigste Stand seit Mai 2010. Damit haben sich die Investoren in diesem Jahr bereits von 583,2 Tonnen getrennt.

    „Das aktuelle Umfeld ist für das gelbe Metall fundamental vergiftet“, zitiert Bloomberg weiter Christin Tuxen, Analystin bei der Danske Bank in Kopenhagen, die Gold in drei Monaten bei 1.000 US-Dollar je Feinunze sieht. Steigende Zinsen erhöhen die Kosten für Goldbesitz, der beginnende fundamentale Dollar-Aufwärtstrend belastet, die Inflationserwartungen sinken und der Rohstoff-Superzyklus gehen seinem Ende zu“, so Tuxen weiter.

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