Melbourne (BoerseGo.de) – Gold pendelt zu Wochenbeginn um seinen Freitagsschlusskurs bei 1.284,90 US-Dollar je Feinunze. In der vergangenen Woche hatte das Edelmetall 5,1 Prozent zugelegt – der größte Wochengewinn seit Oktober 2011, nachdem der Präsident der US-Notenbank Ben Bernanke erklärt hatte, dass die Anleihenkäufe im Volumen von derzeit 85 Milliarden US-Dollar auf absehbare Zeit nötig bleiben würden.

    Die Erholung habe Spekulationen geschürt, dass der Ausverkauf, im Zuge dessen Gold in diesem Jahr rund 23 Prozent an Wert verloren hat, ein Ende finden könnte, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

    „Bernanke hat sich ‚dovisher‘ geäußert als vom Markt erwartet“, zitiert Bloomberg Victor Thianpiriya, Analyst bei der Australia & New Zealand Banking Group in Singapur. Nun würden Shortpositionen glattgestellt, heißt es weiter.

    Die Bestände des weltgrößten Gold-ETFs, dem SPDR Gold Trust, sind nach den zuletzt massiven Abflüssen am vergangenen Freitag den zweiten Tag in Folge stabil bei 939,07 Tonnen geblieben.

    „Der Goldpreis hat ab den aktuellen Notierungen wahrscheinlich nicht mehr viel Abwärtspotenzial“, heißt es in einem heutigen Report der Macquarie Group. „Die US-Daten dürften in den kommenden drei bis sechs Monaten teils enttäuschend ausfallen, was die Sorge am Markt um ein abruptes Ende der geldpolitischen Lockerungen der Federal Reserve Bank weiter dämpfen sollte.“