New York/ London (BoerseGo.de) - Rohstoff-Investorlegende Jim Rogers rechnet damit, dass die Korrektur bei Gold noch bis zu zwei Jahre anhalten und bis auf 900 US-Dollar zurückweichen könnte. Als Grund hat Rogers eine Wellenbewegung ausgemacht. Gold habe über zwölf Jahre kontinuierlich an Wert zugelegt (bis zum Allzeithoch bei über 1.800 USD/Unze). Bei einer solchen Kurs-Entwicklung sei es keineswegs unüblich, wenn sich die Notierungen halbierten. Bis Ende des Jahres rechnet der Rohstoff-Guru aber damit, dass sich Gold zunächst weiter erholt.

    Vor einigen Wochen sind die meisten Rohstoffexperten noch von einem weiteren Verfall des Goldpreises ausgegangen. Nachdem der Goldpreis knapp unterhalb von 1.200 US-Dollar nun wieder deutlich nach oben gedreht hat, hat sich die Lage zumindest aus charttechnischer Sicht etwas entspannt.

    Der Goldpreis ist am Freitagmorgen wieder leicht im Rückwärtsgang bei 1.330 US-Dollar für die Feinunze. Der Markt hatte zuletzt tendenziell negativ auf überwiegend positive US-Konjunkturdaten reagiert. Der Goldpreis dürfte sich in den kommenden Tagen seitwärts in der Spanne zwischen der Hürde von 1.321 US-Dollar und dem Widerstandsbereich um 1.365 US-Dollar bewegen. Laut Beobachtungen der Rohstoffexperten der Crédit Suisse sind die Abflüsse aus physischen ETFs zum Stillstand gekommen, was als Zeichen zu werten sei, dass die Gewinnmitnahmen der letzten Monate zu Ende gehen könnten.