Singapur (BoerseGo.de) – Gold konsolidiert am Freitag die deutlichen Vortagsgewinne und notiert gegen 15:50 Uhr MESZ mit einem Minus von 0,35 Prozent bei 1307,90 US-Dollar je Feinunze. Am Donnerstag hatte das Edelmetall knapp zwei Prozent zugelegt. Unterstützung bekam der Goldpreis dabei von dem Rückgang des US-Dollar gegenüber dem Euro auf ein Siebenwochentief.

    Zudem profitierte der Goldpreis von einem Rückgang der Minenproduktion in Südafrika und starken Daten aus China (Exporte, Industrieproduktion), die signalisieren, dass sich die chinesische Wirtschaft stabilisiert. Dies suggeriert wirtschaftlichen Optimismus, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

    „Die Schwäche des US-Dollar führt zur Glattstellung von Gold-Shortpositionen“, zitiert Reuters Ronald Leung von Lee Cheong Gold Dealers in Hong Kong, der mit weiteren Gewinnmitnahmen rechnet, wenn Gold über 1.320/22 US-Dollar steigen sollte. Die nächste zentrale Marke darüber liege bei 1.331 US-Dollar, heißt es.

    Die Goldpreiserholung werde möglicherweise jedoch nicht nachhaltig sein, da die Stimmung nach wie vor bärisch sei, heißt es unter Berufung auf Händler weiter.Erst am Mittwoch hatten die Notierungen ein Dreiwochentief bei 1.273,25 US-Dollar pro Unze erreicht. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Federal Reserve Bank (Fed) voraussichtlich im September mit der Reduzierung ihrer Anleihenkäufe im Volumen von derzeit 85 Milliarden US-Dollar monatlich beginnen wird. Darauf hatten die Äußerungen mehrerer Fed-Vertreter in dieser Woche hingedeutet.

    Die Bestände von Gold-ETFs schwinden unterdessen weiter. So sind am Donnerstag erneut 1,2 Tonnen aus dem SPDR Gold Trust, dem weltgrößten Gold-ETF,abgeflossen. Dessen Bestand liegt damit nun bei 909,33 Tonnen. Seit Jahresbeginn sind aus Gold-ETFs bereits 30,9 Milliarden US-Dollar abgeflossen.