Singapur (BoerseGo.de) – Gold pendelt am Freitag unterhalb seines gestern bei 1.381,75 US-Dollar je Feinunze erreichten Zweimonatshochs zwischen Gewinnen und Verlusten hin und her. Dabei wägen die Investoren die Erwartung, dass die US-Notenbank in diesem Jahr noch mit der Rückführung ihrer Quantitative-Easing-Maßnahmen beginnen wird gegen die physische Nachfrage ab, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

    Gold hat in diesem Jahr bis dato 18 Prozent an Wert verloren, nachdem einige Investoren aufgrund der Aussicht, dass die Federal Reserve Bank (Fed) ihre Anleihenkäufe reduzieren wird, den Glauben an das Edelmetall als gutes Wertaufbewahrungsmittel verloren haben. Die Quantitative-Easing-Maßnahmen hatten zuvor den Goldpreis beflügelt, der 2012 angesichts der Geldflut ein Allzeithoch bei 1.920,10 US-Dollar je Feinunze erreicht hatte. Seit Erreichen eines 34-Monatstiefs Ende Juni 2013 bei 1.187,80 US-Dollar pro Unze hat sich das Edelmetall deutlich wieder erholt, da der Kursverfall weltweit zu erhöhter Nachfrage nach Münzen, Barren und Schmuck geführte hatte.

    Einer von Bloomberg zwischen dem 9. und 13. August durchgeführten Umfrage rechnen 65 Prozent der Analysten damit, dass die Fed bei ihrem Treffen am 17./18. September mit der Reduzierung ihrer Anleihenkäufe im Volumen von derzeit 85 Milliarden US-Dollar monatlich beginnen wird. Im Schnitt kalkulieren die Befragten mit einer monatlichen Reduzierung der Anleihenkäufe auf 75 Milliarden US-Dollar.

    Das am Mittwoch veröffentlichte Sitzungsprotokoll des letzten Fed-Treffens hatte zwar bestätigt, dass mit der Reduzierung der Quantitative-Easing-Maßnahmen noch vor Jahresende begonnen werden soll. Ob dies jedoch bei dem September-, Oktober- oder Dezembertreffen sein wird, blieb offen.

    „Der US-Arbeitsmarkt ist der Schlüssel für die zukünftige Rückführung der Quantitative-Easing-Maßnahmen“, zitiert Bloomberg Andrey Kryuchenkov, Rohstoffstratege bei VTB Capital in London. „Bevor wir diesbezüglich keine Klarheit haben, dürfte der Goldhandel nervös bleiben“, heißt es weiter. Mit Spannung erwartet wird daher der nächste US-Arbeitsmarktbericht für August am 6. September.