New York / London (BoerseGo.de) - Der Goldpreis ist am Freitag auf den tiefsten Stand seit Juli 2011 gesunken. Der Preis des Edelmetalls verbilligte sich zuletzt um 4,03 Prozent auf 1.498,50 Dollar je Feinunze. Damit wurde auch eine markante Unterstützung bei 1.525 US-Dollar unterschritten. Kurzfristig dürften sich damit weitere Verluste abzeichnen, sagten Händler.

Aus fundamentaler Sicht belasteten Einschätzungen, wonach die zyprische Notenbank gezwungen sein könnte, einen Großteil ihrer Goldbestände zu verkaufen. Zypern muss im Rahmen des Rettungspakets einen Eigenbeitrag von 13 Milliarden Euro leisten. Berichten zufolge sollen die Goldverkäufe 400 Millionen Euro in die Kassen Zyperns spülen. Der Inselstaat müsste mehr als drei Viertel seiner Goldreserven verkaufen, um auf diesen Betrag zu kommen. Die Notenbank dementierte zwar Verkaufsabsichten, Beobachter halten diese aber trotzdem für wahrscheinlich.

Die Euro-Finanzminister wollen die Entscheidung über Goldverkäufe Zypern überlassen. Eventuelle Einnahmen aus Goldverkäufen müssten zur Deckung von Verlusten herangezogen werden, die durch die Vergabe von Notfallliquiditätshilfen (ELA) entstanden sind, sagte EZB-Präsident Mario Draghi laut Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Freitag.