Merrill Lynch stufen die Titel von H&M Hennes & Mauritz von „sell“ auf „neutral“ auf.

    Die Titel der Textilien-Handelskette seien weiterhin ein qualitativ hochwertiges Investment. Zudem seien die Quartalsergebnisse besser als erwartet ausgefallen und das Gewinn-Momentum weise nicht mehr nach unten. Die weiterhin gegebenen Möglichkeiten zur weltweiten Expansion würden auch künftig einen gewissen Aufschlag rechtfertigen.

    Allerdings dürfte es dem Unternehmen schwer fallen, in den kommenden Jahren das Gewinnwachstum im zweistelligen Bereich zu halten. Um eine Wachstumsverlangsamung in den gesättigten Kernmärkten aufzuhalten, habe sich Hennes & Mauritz auf höhere Durchschnittspreise und qualitativ höherwertige Angebote verlegt. Dem allgemein deflationären Marktumfeld begegne der Konzern zudem mit einer Eigenmarke mit höheren Preis- und Qualitätsmerkmalen.

    Diese Strategie sei für den Investor nicht ohne Risiko. So sei denkbar, dass es auf den Hauptmärkten zu einem gewissen Kannibalisierungseffekt kommen werde. Auch könnten die Investitionen kurzfristig die Gewinnentwicklung belasten. Bei Merrill Lynch sehe man die Eigenmarkenentwicklung aber auch als Möglichkeit, sich international ein weiteres Standbein zu verschaffen und dem bestehenden Margendruck zu begegnen.