Seit Montag dieser Woche kursieren Gerüchte, dass die US-Regulierungsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) neue Vorschläge hinsichtlich der Einführung von ESC-Systemen plane.

    Die Analysten von HVB Equity Research wollen den im Magazin „USA Today“ veröffentlichten Artikel nicht kommentieren. Man argumentiert zum einem damit, dass sich bereits drei große Automobilkonzerne zu der geplanten Ausstattung der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESC) in allen Neufahrzeugen bis zum Jahr 2010 geäußert haben. Zum anderen waren nach Meinung der HVB in dem Bericht keine wesentlichen Neuigkeiten zu erkennen.

    Die HVB glaubt weiter daran, dass Conti im Zuge der Einführung von ESC in Europa und den USA zu den großen Gewinnern gehören wird. Auch wenn die Wachstumsdynamik in den USA etwas abnimmt (Conti reduzierte die geplanten Einheiten von 3 Millionen Stück auf 2,2 – 2,4 Millionen Stück), besitzt das Unternehmen einen geschätzten Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Die HVB geht auf Basis der aktuellen Studie von einem jährlichen Wachstum von 26 Prozent aus. 2007 soll dieses auf 32 Prozent ansteigen und für das Jahr 2008 werden Wachstumsraten von 50 Prozent erwartet. In Europa sind es zurzeit 46 Prozent. Auch hier werden Zuwächse bis 2008 erwartet. So sollen insbesondere Länder wie Italien und Großbritannien stärker wachsen, da die Marktpenetration derzeit erst bei 26 Prozent liege.

    Wie aus der aktuellen Studie weiter hervorgeht, sollen die verkauften Einheiten in diesem Jahr bei 7,1 Millionen Stück liegen. Für 2008 prognostiziert HVB Research 11 Millionen Einheiten. Die erwarteten Umsatzerlöse lägen damit bei rund zwei Milliarden Euro und einer Marge von circa 15 Prozent.

    Aufgrund der aktuellen Zahlen halten die Analysten weiter an den guten Aussichten des Unternehmens fest. Beim Ergebnis je Aktie geht die HVB von 8,70 Euro aus, gegenüber Konsensschätzungen von 7,97 Euro.

    HVB Research bestätigt das Rating „Buy“ mit Kursziel 115 Euro.