Paris/ New York (BoerseGo.de) – Ein Indikator der globalen Wirtschaftsleistung ist der Ölpreis. Lässt die Nachfrage nach ist das ein Zeichen für eine Abschwächung. Nun hat am Dienstag die in Paris ansässige Internationale Energie-Agentur (IEA) ihre Öl-Nachfrageprognose für 2011 und 2012 nach unten angepasst. Grund ist die globale Konjunkturschwäche.

Die IEA geht nun laut ihrem aktuellen Ölmarktbericht davon aus, dass im laufenden Jahr pro Tag 89,3 Millionen Barrel (je 159 Liter) nachgefragt werden. Im Vormonat lag die Vorhersage noch bei 89,5 Millionen Barrel. Für 2012 peilt die IEA 400.000 Barrel pro Tag weniger an und erwartet somit für das kommende Jahr nur noch 90,7 Millionen Barrel pro Tag, heißt es in dem Bericht weiter. "Die weltweite Ölnachfrage wächst nur noch mit einer geringen Geschwindigkeit. Es gibt zunehmende Bedenken über den Zustand der globalen Wirtschaft", heißt es in dem Monatsbericht der IEA.

Die Ölpreise gaben am Dienstagmorgen ihre zuvorigen Gewinne wieder ab. Händlern zufolge passen sinkende Preise in das Bild einer sich abschwächenden Weltwirtschaft. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete am Dienstagmorgen 88,62 US-Dollar. Zuletzt hatten bereits die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und die US-Energiebehörde ihre Vorhersagen für die Ölnachfrage gesenkt.