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    Die wichtigsten Meldungen des Tages:

    Aktienmärkte nach US-Arbeitsmarktdaten schwächer

    Die Aktienmärkte haben nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten deutlich nachgegeben. Beobachtern zufolge erhöhen die guten Arbeitsmarktdaten die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bereits im September mit der Reduzierung ihrer Anleihekäufe beginnt. Die US-Leitindizes starteten zwar mit Kursgewinnen in den Handel, diese fielen aber deutlich schwächer aus als die Futures vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten andeuteten. Der Dow Jones Industrial Average legt aktuell noch um 0,36% auf 15.042 Punkte zu. Der DAX verliert 1,54% auf 7.871 Zähler. Auch der Goldpreis bricht nach den US-Arbeitsmarktdaten deutlich ein.

    „Die Fed dürfte sich durch die neuen Daten in ihrer Haltung bestätigt sehen, dass der allmähliche Rückzug aus der ultraexpansiven Geldpolitik fast nur noch eine Frage der Zeit ist“, schreibt Helmut Bayer von Postbank Research in einer ersten Stellungnahme. „Sollte sich der aktuelle Trend über den Sommer hinweg fortsetzen, könnte sie bereits im September die erste Reduktion ihres Ankaufvolumens für Anleihen beschließen.“

    US-Arbeitsmarkt: 195.000 neue Stellen im Juni

    In den Vereinigten Staaten sind im Juni außerhalb der Landwirtschaft 195.000 neue Stellen geschaffen worden, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die Volkswirte hatten im Konsens nur mit 162.000 zusätzlichen Stellen gerechnet, nach revidiert ebenfalls 195.000 neuen Stellen im Vormonat. Die Zahl der neuen Stellen in den beiden Vormonaten wurde um insgesamt 70.000 nach oben revidiert.

    US-Arbeitslosenquote bleibt stabil bei 7,6%

    Die US-Arbeitslosenquote ist im Juni stabil geblieben. Sie lag wie im Vormonat bei 7,6%, während die Volkswirte mit einem Rückgang auf 7,5% gerechnet hatten. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten um 0,4% zu, während die Volkswirte nur mit einem Plus von 0,2% gerechnet hatten.

    Auftragseingang der deutschen Industrie schwächer

    Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Mai saisonbereinigt um 1,3% im Vergleich zum Vormonat gesunken. Erwartet wurde ein Anstieg um 1,3%, nachdem im Vormonat ein Rückgang um revidiert 2,2% (ursprünglich: Rückgang um 2,3%) verzeichnet worden war.

    Eurokrise: Target2-Salden sinken weiter

    Die Entspannung in der Eurokrise hat sich im Juni fortgesetzt. Die Forderungen der Deutschen Bundesbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems Target2 sanken bis Ende Juni auf 575,477 Milliarden Euro. Ende Mai hatten sie noch bei 589,2 Milliarden Euro gelegen. Die Target-2-Salden sind ein Indikator für die private Kapitalflucht aus den Euro-Krisenländern und werden deshalb auch als "Krisenindikator" betrachtet.

    Griechenland-Hilfstranche könnte gesplittet werden

    Griechenland erhält vielleicht nicht die volle nächste Kredittranche in Höhe von 8,1 Milliarden Euro ausbezahlt. Es bestehe die Möglichkeit, dass die nächste Tranche an Hilfsgeldern für Griechenland in mehrere Raten gesplittet werde, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Freitag.

    Griechenland: Durchbruch in Sicht?

    Bei den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und der Troika ist möglicherweise ein Durchbruch in Sicht. "Wir rechnen mit einem guten Ende nach der Sitzung der Eurogruppe am Montag", sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums in Athen der Nachrichtenagentur dpa. In Brüssel wird allerdings keine schnelle Entscheidung erwartet. Da der Kontrollbericht erst beim Treffen der Finanzminister am Montag fertiggestellt sein dürfte, könnte am Montag kein Auszahlungsbeschluss mehr getroffen werden.

    LTRO-Kredite: Banken zahlen 2,095 Milliarden Euro zurück

    Die Banken in der Eurozone wollen in der kommenden Woche insgesamt 2,095 Milliarden Euro an langfristigen Krediten der EZB (LTRO-Programm) vorzeitig zurückzahlen. Dies teilte die EZB am Freitag mitteilte. In dieser Woche wurden 2,06 Milliarden Euro zurückgezahlt.