Ungeachtet ermutigender Konjunkturdaten gewann der US-Markt am Dienstag kein Momentum. Die heute veröffentlichten Daten zum Verbrauchervertrauen und zu verkauften neuen Eigenheime deuten auf robustes Wachstum hin. Marktteilnehmer erwarten allerdings Ende der Woche den Bericht vom Arbeitsmarkt für den Monat November und hielten sich heute mit Käufen zurück.

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    Der Dow Jones schloß mit geringen Verlusten bei 10.888 Punkten (-0,02%). Der Nasdaq Composite verlor 0,2% auf 2.232 Zähler. Der S&P 500 beendete den Handel unverändert mit 1.257 Punkten.

    Wal-Mart mußte einen Rücksetzer hinnehmen, nachdem bekannt wurde, daß die Einzelhandelskette ihre Umsätze zum Auftakt des Weihnachtsgeschäftes wesentlich mit Discountpreisen gemacht hat. Der Einzelhandelstitel verlor knapp 2% auf 49,06 Dollar.

    Der Tech-Sektor litt besonders unter einem kritischen Analystenkommentar zu Google. Merrill Lynch erklärte, die Suchmaschine sei mittlerweile „aggressiv bewertet“ und müsse langfristig Einnahmen auch außerhalb der Internetsuche generieren. Der Highflyer dieses Jahres, die Aktie hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt, büßte heute fast 5% auf 403,70 Dollar ein. Auch BellSouth mußte abgeben, nachdem Analysten der UBS den Titel von „buy“ auf „neutral“ abstuften. Das Telekomunternehmen sei besonders bei gewerblichen Festnetzkunden starkem Wettbewerb ausgesetzt und könne wahrscheinlich seine Margen nicht halten, so die Analysten. BellSouth geht 0,86% auf 27,60 Dollar zurück.

    Rohstoffe präsentieren sich zur Stunde uneinheitlich. Der Dezemberkontrakt für Gold hat zu Wochenbeginn erwartungsgemäß die 500er Marke genommen. Um 21.30 Uhr (MESZ) notierte das Edelmetall im elektronischen Handel bei 504,30 Dollar. Öl der US-Sorte WTI hingegen setzt seine Korrektur fort. Der Januarkontrakt notierte zur selben Zeit bei 56,35 Dollar. Der Euro verlor rund ein halbes Prozent auf 1,1785 Dollar.