München (BoerseGo.de) - Der Kupferpreis tendierte die letzten Wochen aufgrund aufkommender Wachstumssorgen in China leicht rückläufig, so dass inzwischen sogar der 30-Tage-Durchschnitt unter die Marke von 7.000 US-Dollar je Tonne gefallen ist, wie die Rohstoffanalysten der UniCredit im aktuellen „Commodity Outlook“ schreiben.

    Die Kupfernachfrage wird im Jahr 2013 vor allem von den Investitionen Chinas in Kraftwerke und in den Wohnungsbau, sowie den Ausbau des Stromnetzes gestützt. Nach drei Jahren mit Angebotsdefiziten erwarten die UniCredit-Analysten in den nächsten zwei Jahren einen Angebotsüberschuss von rund einer Million Tonnen. In der Vergangenheit hätten Knappheiten bei Wasser, Energie und qualifizierten Arbeitskräften allerdings häufig dazu geführt, dass die Minenproduktion wesentlich niedriger ausgefallen sei, als ursprünglich geplant, heißt es.

    „Auf der anderen Seite aber hat China seinen Lagerabbau größtenteils abgeschlossen und im Juni wieder zehn Prozent mehr als im Vorjahr importiert. Auf Sicht von zwölf Monaten gehen wir daher von rückläufigen Kupferpreisen aus und erwarten für das Jahr 2014 durchschnittlich nur 6.500 US-Dollar je Tonne“, so die UniCredit-Analysten.