Frankfurt (BoerseGo.de) – Der Preis für Mais und Sojabohnen hat zuletzt deutlich nachgegeben. Grund für den Preissturz ist die Erwartung einer sehr guten Ernte in den USA. Damit könnten Rückgänge in den Lagerbeständen nach einer vergleichsweise schlechten Ernte im Vorjahr ausgeglichen werden, wie das Zertifikate-Team der Bank Vontobel unter Berufung auf Händlerkreise in einer aktuellen Rohstoff-Kolumne schreibt.

    Das gute Wachstumsumfeld für Sojabohnen und Mais sei Grund genug, eine höhere Ernte zu erwarten und die zu erwartenden Kursziele zu senken, werden weiter Analysten von Goldman Sachs zitiert. In einer am Dienstagabend veröffentlichten Studie hätten diese ihr Kursziel für Mais von 4,75 auf 4,25 US-Dollar je Scheffel gesenkt, während sie bei Sojabohnen von einer Korrekturausdehnung bis 10,50 US-Dollar je Scheffel ausgingen. Dies entspreche einem weiteren Abwärtspotenzial gegenüber den aktuell gehandelten Preisen von rund zwölf Prozent, heißt es weiter.

    „In letzter Sekunde könnte das Wetter jedoch den Sojabohnen-Produzenten doch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Da es in den USA im Spätherbst unter Umständen zu Frosteinbrüchen kommen kann und die Sojabohnen in einigen Teilen des Landes erst sehr spät ausgepflanzt werden konnten, könnte dies zu unerwarteten Ernteverlusten führen. Analysten von Goldman Sachs bezeichnen dies als ‚nicht-triviales Risiko‘, das beachtet werden müsse, so die Vontobel-Kolumne.