Streiks und Produktionsprobleme sind an den Märkten für Basismetalle immer wieder ein Thema. So auch in der letzten Woche, als der kanadische Minenkonzern Inco seine Produktionsschätzungen für Kupfer und Nickel im dritten Quartal senken musste. Nach den neuen Prognosen soll die Nickelproduktion um bis zu 16% und der Kupferoutput um bis zu einem Viertel fallen. Da bis zum Jahresende noch zahlreiche Streiks bei großen Minenkonzernen drohen, könnten die Preise immer wieder nach oben ausschlagen, zumahl die Saisonalität besonders im September und Oktober für steigende Preise bei Nickel, Zink, Kupfer und Aluminium spricht. Dem gegenüber steht die zuletzt gefallene Dynamik des Wirtschaftswachstums in den USA und die Furcht vor einer weiteren Abschwächung. In den USA wird bereits eine Wahrscheinlichkeit von 7% für eine Zinssenkung bis zum Jahresende eingepreist und wenngleich diese Wahrscheinlichkeit noch sehr gering ist, zeigt sie doch die Angst davor, dass die US-Notenbank bei ihren seriellen Zinsanhebungen in den letzten Jahren übersteuert haben könnte. Eine Rezession oder eine Wirtschaftsflaute in den USA würde sich direkt auf die Metallpreise auswirken, da mit ihr auch die Metallnachfrage fallen würde.