Frankfurt (BoerseGo.de) - Nickel mit einem Preisrückgang um gut 20 Prozent von seinem Jahreshoch Anfang Februar der größte Verlierer unter den Industriemetallen. Ausschlaggebend sind die hohen Überschüsse am Markt, die sich in immer weiter steigenden LME-Lagerbeständen niederschlagen, wie die Rohstoffanalysten der Commerzbank im heutigen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

    Seit Jahresbeginn hätten die Nickelvorräte, die im Grunde bereits seit November 2011 nahezu kontinuierlich stiegen, um weitere 30 Prozent zugelegt und mit knapp 180.000 Tonnen am Mittwoch einen neuen Rekordwert erreicht. Ein deutlicher Abbau des Überangebots zeichne sich derzeit nicht ab, heißt es. „Die Internationale Nickel Study Group rechnet in diesem Jahr mit einem weiteren Überschuss von 90.000 Tonnen, nach 110.000 Tonnen im Vorjahr. Wir gehen jedoch davon aus, dass diese negativen Tendenzen bereits in den Preisen berücksichtigt sind“, so die Commerzbank-Analysten.

    Gegen 14:55 Uhr MESZ notiert Bickel mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 14.853,00 US-Dollar je Tonne.