Am US-Aktienmarkt drückten am Dienstag die Nachwirkungen des Hurrikans „Katrina“ auf die Kurse. Den Marktteilnehmer gelang es nicht, sich ein weiteres Mal dem Einfluss umfangreicher Schäden und immer neuer Rekordnotierungen bei Rohöl und Benzin zu verschließen.

    WERBUNG

    Zumindest bei den Filialumsätzen wurde deutlich, dass diese Entwicklung in den USA bereits einen volkswirtschaftlichen Tribut zu fordern beginnt. Diese gaben gegenüber der Vorwoche um 0,3 Prozent ab, da den an der Tankstelle geschröpften Haushalten offenbar das Geld für umfangreiche Einkäufe fehlt. Dagegen war beim Konsumklimaindex des Conference Board kein Hauch von Trübsal spürbar. Dieser stieg gegenüber dem Vormonat von 103,6 auf 105,6 an. Bei den Industrieaufträgen ergab sich im Juli ein Rückgang um 1,9 Prozent, der am Markt aber erwartet worden war.

    Der Dow Jones Index gab vor diesem Hintergrund 0,48 Prozent auf 10.412 Punkte ab. Der Nasdaq Composite verlor 0,37 Prozent auf 2129 Zähler; der S&P 500 Index ging um 0,32 Prozent auf 1208 Stellen zurück.

    Am schwächsten entwickelten sich die Sektoren Luftfahrt und Einzelhandel, während sich die Versicherungstitel halbwegs wacker hielten. Die Titel von Wal-Mart gaben 1,01 Prozent auf 45,19 Dollar ab; der Supermarktriese hatte im Sturmgebiet 123 Filialen schließen müssen. Die Papiere der Baumarktkette Home Depot gaben nach einer erfreulichen Entwicklung am Vortag 1,71 Prozent auf 39,75 Dollar ab. Delta Air Lines schlitterten um weitere 5,51 Prozent nach unten auf 1,20 Dollar. Gegen den Trend konnten sich dagegen General Motors um 1,2 Prozent auf 34,45 Dollar verbessern, nachdem der Konzern seine Prognosen für die Finanzsparte und das Geschäft außerhalb Nordamerikas bestätigt hatte. Exxon Mobil stiegen um 0,33 Prozent auf 58,21 Dollar.

    Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,2217 Dollar. Der Oktober-Leichtölkontrakt kletterte um 2,61 Dollar nach oben auf 69,81 Dollar pro Barrel; Dezember-Gold verlor 5,90 auf 435,50 Dollar je Unze.