Die Vorzeichen stehen mittelfristig auf weitere Preisabgaben, was übrigens nicht bedeutet, dass der Bullenmarkt in Öl seit 2001 ausgehend 17 $ zur Disposition steht. Übergeordnet langfristig auf Sicht von Jahren dürfte der Ölpreis weiter steigen. Mittelfristig auf Sicht einiger Monate ist allerdings mit einer Abkühlung zu rechnen.

    Dieser Artikel mit Videobeitrag wurde am 28.08.08 auf der Rohstoffseite veröffentlicht :

    http://www.godmode-trader.de/rohstoffe
    Ich bin in dieser Woche mit der Direktanlage.at in Österreich im Rahmen einer Roadshow unterwegs. Direktanlage.at ist der größte österreichische Onlinebroker. In meinen Vorträgen bringe ich den geneigten Anlegern das Thema der charttechnischen Analyse näher. Was ist der wertvolle Nutzen dieser Analysemethode, auf was muß ich achten, wie gehe ich beim Analysieren vor ?

    Die Tour gefällt mir ausgezeichnet, das Publikum ist Feuer und Flamme, das Interesse enorm. Sehr schön. Wie versprochen veröffentliche ich nun diesen Videobeitrag, der ein kleinwenig von dem zusammenfaßt, was wir gelernt haben.

    - Finden Sie die übergeordneten Trends in den jeweils beobachteten Zeitfenstern. In Öl ist es der Aufwärtstrend seit 2001 und der Aufwärtstrend seit 2007. Prüfen Sie im Kursverlauf, im Chart, an welchen Chartstrukturen sich die Kursnotierungen maßgeblich orientieren. Das kann von Basiswert zu Basiswert und von Marktphase zu Marktphase unterschiedlich sein. Öl orientiert sich gut an Trendlinien, gleitenden Durchschnittslinien, an Fibonacci Retracements und Patterns.

    - Analysieren Sie den Kerzenchart (Candlestickchart). Welcher Kerzentyp weist eine besonders hohe Trefferquote in Bezug auf seine Prognosekraft auf. Hammerkerzen in Öl werden aufgrund der starken nach oben gerichteten Trendrichtung sehr oft gekauft.

    - Kombinieren Sie verschiedene charttechnische Instrumente. In Öl derzeit beispielsweise Trendlinien und Gleitende Durchschnitte. So lassen sich Kummulationspunkte im Chart erkennen. Also sehr starke Unterstützungs- und Widerstandsniveaus.

    - Stichwort Intermarketanalyse. Öl weist seit einigen Monaten, sogar seit einigen Jahren eine relativ direkte gegenläufige Korrelation zum US-Dollar auf. Der US-Dollar kann unter anderem auch zyklisch bedingt in 2008 mittelfristig aufwerten. Das spricht also per se schon einmal für Abwärtsdruck im Öl.

    - Prüfen Sie, wie der Markt auf Nachrichten reagiert. In den vergangenen Wochen gab der Ölpreis nach, obwohl es geopolitische Unwägsamkeiten im Kaukasus gibt. Es hatte den Anschein, dass Georgien "ohne Stoploss" militärisch aktiv geworden war. Ohne Stoploss deswegen, weil eigentlich bei der uns bekannten Nachrichtenlage klar war, dass sich die Russen soetwas nicht gefallen lassen können. Wie dem auch sei. Der breiten Öffentlichkeit ist ohnehin in solchen Fällen die eigentliche tatsächliche Nachtrichtenlage nicht bekannt. Das ist Politik. Und die Nachrichten, die in den Geschichtsbüchern stehen, sind die, die die Sieger schreiben. Im Kaukasus geht es um Rohstoffe, es geht um Transitwege (Pipelines) für Rohstoffe, wie beispielsweise Öl. Und wo es um Öl geht, sind die Amerikaner nicht weit. Zugegeben, ich bin etwas abgeschweift. Fakt ist, dass bei dieser aufreibenden Nachrichtenlage vor wenigen Monaten die Ölpreise durch die Decke gegangen wären. Jetzt nicht mehr. Warum ? Weil wir einen mehrwöchigen Abwärtstrend mit einem zuvor initiierten Aufwärtstrendbruch 2008 vorliegen haben. Gleichzeitig wertet der US-Dollar wie berichtet deutlich auf.

    - Merken Sie sich:

    A) Fundamentale Trends bestimmen die langfristigen mehrjährigen Preistrends. Ein Investor kauft Aktien auf langfristige Sicht. Er macht sich zunutze, dass langfristige fundamentale Trends in der Regel nach oben weisen. Aktien steigen langfristig.

    B) Kurz- und mittelfristige Trends werden sehr oft durch Marktstimmungen, das Sentiment und durch Marktmechanismen bestimmt. Marktmechanismen sind z.B. solche Phänomene wie ein Short Squeeze. Hierbei handelt es sich um Positionsschieflagen von Marktteilnehmern, die unter Zwang stehen, Positionen abzubauen. Sie müssen ihre zuvor leerverkauften Positionen zurückkaufen. Es kommt dann oft zu starken Kurszuwächsen im betreffenden Basiswert, obwohl sich an der fundamentalen lage nichts geändert hat. Trends in mittelfristigen Zeitfenster kommen oft durch kaufende oder verkaufende größere Marktteilnehmer wie beispielsweise Fonds zustande. Ein Fonds kann sich durchaus auch in "fundamental guten Zeiten" von Positionen trennen. Deswegen kann eine fundamental starke Aktie fallen.

    Herzliche Grüße,
    Ihr Harald Weygand - Head of Trading bei GodmodeTrader.de ( http://www.godmode-trader.de )

    GodmodeTrader ist ein Service der BörseGo AG : http://www.boerse-go.ag/

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