Montag:

Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Juni saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,1 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Im Mai waren die Umsätze auf dieser Basis um 0,9 Prozent gesunken.

Das EU-Sentix-Anlegervertrauen ist im August um 18,8 Punkte auf -13,5 Zähler gefallen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang auf 4,0 Punkte gerechnet. Im Vormonat notierte der Index bei 5,3 Zählern.

Dienstag:

Das japanische Verbrauchervertrauen ist im Juli wie erwartet auf 37,5 Punkte gestiegen. Im Juni hatte der Index bei 35,3 Zählern notiert.

Der Überschuss in der deutschen Handelsbilanzist im Juni auf 12,7 Milliarden EUR gesunken. Im Mai hatte der Aktivsaldo bei 14,8 Milliarden EUR gelegen. Im Juni 2010 war ein Überschuss von 14,3 Milliarden EUR erwirtschaftet worden. Die Exporte sanken im Juni im Monatsvergleich um 1,2 Prozent (Konsens -1,0 Prozent nach +4,4 Prozent).

Die Produktivität in den USA außerhalb der Landwirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gesunken. Erwartet wurde im Konsens ein Rückgang um 0,8 Prozent nach -0,6 Prozent im ersten Quartal (revidiert von +1,8 Prozent).

Die Lohnstückkosten in den USA sind im zweiten Quartal um 2,2 Prozent gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Plus von 2,3 Prozent gerechnet nach +4,8 Prozent im ersten Quartal (revidiert von +0,7 Prozent).

Der US-amerikanische IBD/TIPP-Index für Konjunkturoptimismusist im August auf 35,8 Punkte gesunken. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg auf 43,1 Zähler gerechnet. Im Vormonat hatte der Index bei 41,4 Punkten notiert.

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert in einer Spanne zwischen 0,00 und 0,25 Prozent belassen. Zudem kündigte die Federal Reserve Bank an, ihre De-facto-Nullzinspolitik bis Mitte 2013 beizubehalten.

Unser Kommentar: Die Vorfestlegung der Federal Reserve Bank auf die Zinspolitik auf Sicht der kommenden zwei Jahres ist wohl bislang einmalig in der Geschichte. Weitere Anleihenaufkäufe, die einzige Handlungsstrategie, die der Fed nun noch bleibt, wurden trotz der schwächer als erwarteten Wirtschaftsentwicklung nicht beschlossen. Für die Zukunft sind quantitative Maßnahmen jedoch nicht ausgeschlossen.

Mittwoch:

Der japanische Dienstleistungsindex ist im Juni auf 1,90 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Wert von 1,00 Zählern gerechnet, nachdem der Index zuvor bei 0,90 Punkten notiert hatte.

Die japanischen Erzeugerpreise sind im Juli auf Jahressicht um 0,2 Prozent gestiegen. Erwartet worden war im Konsens ein Anstieg um 2,6 Prozent nach +2,5 Prozent im Mai.

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juli laut endgültiger Veröffentlichung um 2,4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Dieser Wert war in der ersten Schätzung bereits gemeldet worden. Im Mai hatte die Teuerung bei 2,3 Prozent gelegen.

Die französische Industrieproduktion ist im Juni um 1,6 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens lediglich ein Minus von 0,6 Prozent erwartet. Im Mai war die Industrieproduktion um 2,0 Prozent gestiegen.

Die Lagerbestände im US-Großhandel sind im Juni um 0,6 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Erwartet worden war im Konsens ein Anstieg um 0,9 Prozent nach zuvor +1,8 Prozent.

Die US-Rohöllagerbeständesind in der Woche bis zum 5.August um 5,23 Millionen Barrel im Wochenvergleich gefallen. Die Benzinvorräte haben sich im gleichen Zeitraum um 1,59 Millionen Barrel verringert. Die Vorräte an Destillaten (inklusive Diesel und Heizöl) gingen um 0,7 Millionen Barrel zurück.

Das Defizit im US-Haushaltsbudget hat sich im Juli auf 129,4 Milliarden USD ausgeweitet. Analysten hatten im Konsens mit einem Wert von 140,30 Milliarden USD gerechnet nach einem Minus von 43,1 Milliarden USD im Juni.

Donnerstag:

Die Auftragseingänge im japanischen Maschinenbau sind im Juni um 7,7 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Erwartet worden war im Konsens ein Anstieg um 1,8 Prozent nach +3,0 Prozent im Juni.

Die deutschen Großhandelspreise sind im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gesunken. Analysten hatten im Konsens im einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet, nach ebenfalls -0,6 Prozent im Vormonat.

Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Juni überraschend auf 53,1 Milliarden USD gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang des Passivsaldos auf 47,5 Milliarden USD gerechnet, nachdem das Defizit im Mai bei 50,8 Milliarden USD gelegen hatte (revidiert von 50,2 Milliarden USD). Die Exporte sanken im Berichtszeitraum um 4,1 Milliarden USD auf 170,9 Milliarden USD. Die Importe gingen um 1,9 Milliarden USD auf 225,8 Milliarden USD zurück.

Unser Kommentar: Die Tatsache, dass die Exporte bereits den zweiten Monat in Folge gesunken sind und die Importe ebenfalls rückläufig sind, stimmt nicht gerade optimistisch bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA. Der deutliche Anstieg des Handelsbilanzdefizits dürfte zudem dazu führen, dass der Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt durch den Außenhandel im zweiten Quartal geringer ausfällt als bislang ausgewiesen.

Die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der Woche zum 6. August um 7.000 auf 395.000 gesunken. Analysten hatten im Konsens mit 402.000 Erstanträgen gerechnet, nachdem der Wert in der Vorwoche ebenfalls bei 402.000 gelegen hatte (revidiert von 400.000).

Freitag:

Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juni um 0,7 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Erwartet wurde im Konsens ein unveränderter Wert. Im Vormonat war die Produktion der Industrie in der Eurozone um 0,2 Prozent (revidiert von +0,1 Prozent) gestiegen.

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Juli um 0,5 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Umsatz des US-Einzelhandels um 0,3 Prozent zugelegt (revidiert von +0,1 Prozent). Im Jahresvergleich lag der Anstieg aktuell bei 8,9 Prozent nach +8,6 Prozent im Juni.

Der US-amerikanische Michigan Sentiment Index ist im August auf 54,9 Punkte eingebrochen. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Rückgang auf 63,2 Zähler gerechnet. Im Vormonat hatte der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan bei63,7 Punkten notiert.

Unser Kommentar: Mit dem massiven Rückgang des Michigan Sentiment Index auf 54,9 Punkte im August hat das Stimmungsbarometer der US-Konsumenten den niedrigsten Stand seit Mai 1980 erreicht. Den Verbrauchern die Shoppinglaune verdorben haben dürfte das Gerangel um die Erhöhung der US-Schuldenobergrenze, die Talfahrt an den internationalen Aktienmärkte sowie die schwache Arbeitsmarktsituation in den USA. Denkbar ist, dass sich die pessimistische Stimmung in den US-Einzelhandelsdaten für August niederschlagen wird.

Die US-Lagerbestände sind im Juni um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Erwartet wurde im Konsens ein Anstieg um 0,6 Prozent nach +1,0 Prozent im Vormonat.