Melbourne/Zürich (BoerseGo.de) – Rohöl der Nordseesorte Brent ist am Montagmorgen zum ersten Mal seit einem Monat unter die runde Marke von 100 US-Dollar gefallen, während die US-Sorte WTI ebenfalls ein Vierwochentief bei 91,37 US-Dollar je Barrel erreichte.

    Grund für den schwachen Wochenauftakt waren Anzeichen, dass sich die chinesische Wirtschaft weiter abschwächt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. So ist der von HSBC/Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China im Mai auf 49,2 Punkte gefallen. Analysten hatten im Konsens mit einem geringeren Rückgang auf 49,6 Zähler gerechnet, nach einem Wert von 50,4 Punkten im April.

    Hinzu kommt die nach wie vor gute Versorgungslage. Die Rohöllagerbestände in den USA befinden sich auf dem höchsten Niveau seit über 80 Jahren und am Freitag beschloss die OPEC in Wien, ihre tägliche Fördermenge von 30 Millionen Barrel unverändert zu belassen.

    „Die Ölpreise sanken, nachdem die OPEC entschieden hatte, ihre Produktionsquoten unverändert zu belassen. WTI- und Brent-Rohöl büßten jeweils fast zwei Prozent ein. Wir glauben, dass die Preise binnen Kurzem Unterstützung finden könnten, da dies eine weitere Verlangsamung des Angebotswachstums impliziert. Indessen nähern wir uns einer saisonbedingt stärkeren Periode, die dazu beitragen sollte, die OPEC-Liefermengen aufzunehmen. Wichtige technische Marken auf dem Brent-Markt sind 99 US-Dollar und kritisch das April-Tief nahe 97 US-Dollar“, schreiben die Credit-Suisse-Analysten im heutigen „Research daily“.