Melbourne (BoerseGo.de) – Rohöl der Nordseesorte Brent gibt am Dienstag im Verbund mit sinkenden Notierungen an den Aktien- und Rohstoffmärkten auf breiterer Basis erneut nach. Im Tief notierte Brent bislang bei 108,95 US-Dollar je Barrel.

    Neben der Schuldenkrise in der Eurozone belastet den Ölpreis auch das geringer als erwartet ausgefallene Wachstum der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal. Über Nacht war gemeldet worden, dass dies im Jahresvergleich um 9,1 Prozent – und damit weniger als im Konsens mit 9,3% erwartet – gestiegen ist.

    „Die Korrektur könnte noch weiter, bis unter die 100er-USD-Marke gehen“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg Eliane Tanner, Analystin bei der Bank Sarasin & Cie AG in Zürich, die korrekt vorhergesagt hatte, dass die Preise in der zweiten Jahreshälfte fallen werden. Risikoaversion werde immer wieder Thema sein, solange es keine Lösung für die EU-Problematik gebe, während die Verlangsamung des chinesischen Wachstums nach der geldpolitischen Straffung keine Überraschung darstelle, hieß es.

    Gegen 12:40 Uhr MESZ notiert Rohöl der Nordseesorte Brent bei 109,64 US-Dollar je Barrel.