Melbourne (BoerseGo.de) – Rohstoffe legen am Donnerstag den achten Tag in Folge zu – laut Bloomberg die längste Gewinnstrecke auf Tagesbasis seit 2010. Grund ist, dass der Präsident der Federal Reserve Bank (Fed) Ben Bernanke am späten Mittwochabend verlauten ließ, dass die US-Wirtschaft die geldpolitischen Stimuli auf absehbare Zeit weiter benötigt, wie die Nachrichtenagentur berichtet.

    Der Standard & Poor’s GSCI Index, der 24 Rohstoffe beinhaltet, erreichte am Donnerstag 647,36 Punkte – der höchste Stand seit dem 3. April 2013. Gold notiert dabei auf einem knappen Dreiwochenhoch, während Rohöl der US-Sorte WTI sich auf einem Niveau bewegt, das seit rund 15 Monaten nicht mehr gesehen wurde.

    Das vor den Bernbanke-Kommentaren bereits veröffentlichte Sitzungsprotokoll des letzten Treffens des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) hatte enthüllt, dass viele FOMC-Mitglieder vor einer Reduzierung der Anleihenkäufe erst eine Verbesserung der US-Wirtschaft, insbesondere der Situation auf dem Arbeitsmarkt, sehen wollen. Bernanke sagte später, die Arbeitslosenquote von derzeit 7,6 Prozent beschönige möglicherweise die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die vom Markt bislang eingepreiste erste Reduzierung der Anleihenkäufe im September dürfte mit diesen Äußerungen unwahrscheinlicher geworden sein.

    „Das Protokoll des FOMC-Treffens war ziemlich ‚dovish‘“, zitiert Bloomberg aus einer Research-Note der Australia & New Zealand Banking Group (ANZ). Das Ergebnis sei eine Gold-Rally, so die Analysten um Mark Pervan.