Der schnelle Kursrückgang beim Ölpreis kam in der letzten Woche im Bereich von 60 US-Dollar pro Fass zum Erliegen. Die Märkte spekulierten über eine mögliche Fördermengenkürzung durch die OPEC. Sie könnte dem Markt Erdöl entziehen, um die Preise zu stützen, so die Gerüchte. Und tatsächlich sagte OPEC-Präsident Edmund Daukoru, dass „etwas“ gegen den Preisverfall bei Öl getan werden müsse. Die OPEC muss aber wohl noch beweisen, dass sie tatsächlich den Bereich von 60 US-Dollar als Mindestpreis ansieht oder nicht.

    Wir sehen die Gegenbewegung bislang als rein technische Reaktion an. Short Seller haben ihre Positionen durch Käufe glattgestellt und einige taktische Investoren haben sich neu auf der Long-Seite postioniert. Erstaunlicherweise geschah dies im Lichte eines erneut deutlichen Anstiegs der kommerziellen US-Lagerbestände. Besonders überraschend entwickeln sich dabei die Bestände bei Heizöl. Sollten die Bestände weiter derart stark steigen, so kann auch ein kalter Winter in den USA „aufgefangen“ werden, ohne dass die Preise dann stark steigen.

    Auf Seiten der Nachrichten gab Exxon Mobil den Produktionsstart an dem russischen Ölfeld Sakhalin-1 bekannt. Es soll schon zum Jahresende 250,000 Fass Rohöl pro Tag produzieren. Dies nährt Spekulationen über eine Ausweitung der Ölproduktion außerhalb der OPEC. Wir rechnen mit einem weiterhin schwachen Ölpreis in den nächsten Wochen.

    Quelle: Rohstoff-Report Wochen-Update
    Kostenloses Abonnement des Rohstoff-Report möglich unter http://www.rohstoff-report.de