In einer aktuellen Studie kommen die Analysten von SEB Research zu der Einschätzung, das der Aktie von ThyssenKrupp mit einem aktuellen KGV von 12 Kurspotential zugesprochen werden kann.

    Gestern wurde bei einer Unternehmenspräsentation in Athen bekannt gegeben, dass das technologische Vorzeigeprodukt, der Transrapid, zur Disposition stehen könnte. Da es bislang noch keine Referenzstrecke in Deutschland gibt, könne ein Ausstieg bzw. ein Verkauf der Technologie nach China in Erwägung gezogen werden. Nach Angaben des Konzernvorstands Olaf Berlien seien diese Optionen denkbar, falls die Magnetschwebebahntechnik auch bei der geplanten Neubaustrecke der Flughafenanbindung in München nicht zum Einsatz kommen sollte. Umsatzmäßig wäre ein solcher Auftrag wenig bedeutungsvoll (etwa 400 Millionen Euro). Da nach Einschätzung von SEB in einigen Ländern (Naher und Ferner Osten, USA) Infrastrukturinvestitionen in den nächsten Jahren weiter überproportional wachsen dürften, hätte eine Auftragsvergabe allerdings symbolischen Charakter.

    Ein weiteres Thema im Konzern sei seit längerem die Reorganisation der Automotive-Sparte. Hier gibt sich ThyssenKrupp zuversichtlich, den verlustträchtigen US-Bereich alsbald verkaufen zu können. Es gebe derzeit Gespräche mit zwei industriellen Partnern. Hier geht es um einen Umsatz in Höhe von 1 Milliarde Euro. Das verbleibende Automotive-Geschäft soll anschließend aller Voraussicht nach mit dem Technologiegeschäft verschmolzen werden.

    Vor diesem Hintergrund bestätigt die SEB ihr „Buy“ Rating sowie das bisherige Kursziel von 31 Euro.