Seoul (BoerseGo.de) – Die südkoreanische Zentralbank hat ihrer Goldbestände im November weiter aufgestockt. Die Bank of Korea kaufte im Vormonat in mehreren Aktionen 15 metrische Tonnen Gold und verfügt damit eigenen Angaben zufolge nun über Goldreserven im Volumen von 54,4 Tonnen. Dies entspricht aber nur 0,7 Prozent seiner gesamten Währungsreserven. Südkorea hat die achtgrößten Devisenreserven der Welt. Der Wert der Goldreserven wird von der Bank of Korea mit 2,17 Milliarden Dollar angegeben. In den Monaten Juni und Juli kaufte die Notenbank bereits 25 Tonnen Gold, nachdem man zuvor zehn Jahre nicht am Goldmarkt aktiv war.

Die internationalen Investoren schichten ihre Anlagen weiter um, um das Risiko für ihr Vermögen in Anbetracht der sich zuspitzenden Schuldenkrise in der Eurozone zu reduzieren. "Wir kaufen Gold, um uns besser gegen Risiken abzusichern", wird Bank-Sprecher Lee Jung von koreanischen Medien zitiert. Die Goldnotierungen konnten in diesem Jahr bereits um 23 Prozent zulegen und notierten am 6. September mit 1.921,15 Dollar je Unze auf einem Rekordniveau. Damit konnte das wertvolle Metall andere Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe in diesem Jahr outperformen.

"Bei der letzten Goldkaufentscheidung der Bank hatte es noch Kritik gegeben, warum man ausgerechnet kaufen muss, wenn der Preis am höchsten ist. Angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten in Europa scheint Gold aber inzwischen auch in Kritikerkreisen seinen Preis wert zu sein“, kommentierte der deutsche Dienst von Radio Seoul den Golderwerb der Notenbank.