Seoul (BoerseGo.de) - Berichten des "Wall Street Journal" zufolge hat die südkoreanische Zentralbank das erste Mal seit 13 Jahren wieder Gold gekauft, um ihre Währungsreserven gegen den fallenden US-Dollar abzusichern. Eine potenzielle Abstufung des Kreditratings der USA könnte Analysten zufolge die Flucht aus dem US-Dollar beschleunigen, doch ist die Umschichtung bisher noch schrittweise und der internationale Handel wird weiterhin vorwiegend in US-Dollar abgewickelt. Gold, das als Absicherung gegen Unsicherheiten und auch als Absicherung gegen einen fallenden US-Dollar angesehen wird, ist gesucht. Die Feinunze steigt im laufenden Handel auf ein neues historisches Hoch bei 1640,80 Dollar pro Unze - ein Plus von über einem Prozent. Den Berichten zufolge hat die südkoreanische Zentralbank 25 Tonnen Gold am Weltmarkt im Juni und Juli gekauft, was die Reserven auf 39,4 Tonnen erhöht. Während dies immer noch nur 0,7% der Währungsreserven des Landes entspricht, die zuletzt 311,03 Milliarden Dollar erreichten, ist der Goldkauf der erste seit 13 Jahren.

    "Der Goldkauf wird uns als Sicherheitsnetz helfen, mit den weltweit volatilen Finanzmärkten klar zu kommen und das Vertrauen der Investoren in Korea in Zeiten der Krise stärken", kommentiert Hong Taeg-ki, Chef der Reserven-Verwaltungs-Gruppe der Bank of Korea. Mit dem Kauf ist die Bank of Japan um elf Plätze auf den Platz 45 der Zentralbanken mit dem meisten Gold aufgestiegen, meldet das "World Gold Council".