Die meisten US-Aktien konnten am Donnerstag weiteren Boden gut machen, jedoch rutschten die meisten Blue Chips im Dow Jones Index in den letzten Handelsminuten in den roten Bereich. Sorgen um den anstehenden Viertquartalsbericht des Aluminiumherstellers Alcoa sorgten für Unsicherheit am Dow.

Der Dow Jones Industrial Average schloss 28.89 Punkte oder 0.3% im Minus bei 10,800.30 Stellen, der Nasdaq Composite gewann um 1.34 Punkte auf 2,178.34 Stellen und der S&P 500 Index schloss 0.1% im Plus bei 1,213.55 Stellen.

Die großen US-Indices bewegten sich den Handelstag über bei schwächeren Handelsvolumina in einer engen Handelsspanne. Die verstärkte Sorge um den Viertquartalsbericht von Alcoa deutete bereits die zunehmende Konzentration der Händler auf die im Januar anstehenden Quartalsberichte an. Anfang bis Mitte Januar 2005 ist die Zeit, in der traditionell Gewinn- und Umsatzwarnungen ausgegeben werden. Ende Januar beginnt die Berichtssaison in den USA für das vierte Quartal 2004.

Pfizer, Caterpillar und Alcoa gehörten zu den größten Kursverlierern am Dow Jones. General Electric, Coca-Cola Co. und Procter & Gamble führten hingegen die Kursgewinnerliste an.

Der Chicagoer PMI Index, der die Aktivität in der verarbeitenden Industrie im Großraum Chicago indiziert, war am Mittag etwas einttäuschend ausgefallen. Der Index stand im Dezember bei 61.2%, während 63.1% erwartet wurden. Zuvor hatten die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für etwas positive Stimmung gesorgt. Laut dem US-Arbeitsministerium sind in der abgelaufenen Woche die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf saisonbereinigt 326.000 gesunken. Volkswirte hatten mit einem leichten Anstieg auf über 333.000 gerechnet.

Der Help-Wanted-Index in den USA, der die Zahl der Stellengesuche in US-Printmedien misst, fiel im November um einen Punkt auf 36 Punkte. Damit sei laut dem Conference Board ein 40-Jahrestief erreicht. Laut dem Volkswirt Ken Goldstein sei der Arbeitsmarkt in den USA weiterhin in einer schlechten Verfassung. Morgan Stanley Volkswirt David Greenlaw sieht hingegen in der aktuellen Konjunkturlage keine nützlichen Informationen, die aus dem Help-Wanted-Index gewonnen werden könnten.

An New York Merchantile Exchange verteuerte sich US-Leichtöl 2004 um 33.7% und schloss bei $43.45. Die Tagestiefs bei $42.52 konnten nicht gehalten werden – zum Vortag errechnet sich ein Rückgang des Ölpreises um 19 cents auf $43.64. Gold stieg im Jahr 2004 um insgesamt 5.4%, nach 19.5% im Jahr 2003. Der Handel der Gold- und Rohöl-Futures an der New York Merchantile Exchange schloss heute früher und wird erst im neuen Jahr am 3. Januar wieder aufgenommen. Gold erreichte Anfang Dezember bei $458 den höchsten Stand seit fast 16 Jahren. Nachfolgend sorgten Verkäufe für eine Konsolidierung des Anstiegs. Am Donnerstag schloss Gold bei $438.40 je Feinunze und damit $1.40 höher als am Mittwoch.