Trotz der desaströsen Zustände, die der Hurrikan „Katrina“ im Südosten der USA hinterlassen hat, präsentierte sich der US-Aktienmarkt am Mittwoch freundlich und erholt. Zum Handelsbeginn waren die führenden Indizes allerdings vorübergehend in negatives Terrain gerutscht.

    WERBUNG

    Die Händler blickten auf einen Monat zurück, in dem der Markt unterm Strich Rückschläge hinnehmen musste. Zeitgleich hatten sich die Rohölnotierungen um weitere 10 Prozent verteuert. Auch in den kommenden Wochen dürfte der Einfluss der Ölpreise auf die weitere Wirtschaftsentwicklung eines der wichtigsten Themen für die Marktteilnehmer bleiben.

    Dabei hatten die Konjunktur-Optimisten heute bereits einen empfindlichen Dämpfer aus dem Großraum Chicago erhalten. Der dort erhobene Einkaufsmanagerindex war gegenüber dem Juli überraschend stark von 63,5 auf 49,2 Prozent eingebrochen. Vor allem die Lage bei den Auftragseingängen stellte sich ernüchternd dar. Dagegen war die Revision des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal von 3,4 auf 3,3 Prozent zwar ebenfalls nicht erwartet worden. Sie wurde von den meisten Kommentatoren aber als wenig dramatisch abgetan.

    Angesichts solcher Widrigkeiten kann man die Marktentwicklung vom Mittwoch guten Gewissens als recht robust bezeichnen. Der Dow Jones Index gewann 0,66 Prozent auf 10.481 Punkte hinzu. Der breitere S&P 500 Index erholte sich um 0,99 Prozent auf 1200 Stellen, der Nasdaq Composite verbesserte sich sogar um 1,05 Prozent auf 2152 Zähler.

    Gefragt waren etwa die Titel des Baumaschinenkonzerns Caterpillar, für dessen Geräte in den USA jetzt sicherlich erhöhter Bedarf besteht. Die Papiere legten um 3,18 Prozent auf 55,49 Dollar zu. Micron Technology gewannen nach einer positiven Analysten-Studie für die Speicherchip-Branche 5,31 Prozent auf 11,91 Dollar hinzu. Gern genommen wurden auch Aktien von Firmen, deren Produkte den Energieverbrauch der Industrieländer künftig eindämmen könnten. So kletterten die Titel der Brennstoffzellen-Spezialisten Ballard Power Systems um 8,39 Prozent nach oben auf 5,67 Dollar; FuelCell Energy legten um 10,58 Prozent auf 11,39 Dollar zu.

    Der Euro stieg um 1 Prozent auf 1,2331 Dollar. Der Oktober-Leichtölfuture gab 87 Cents auf 68,94 Dollar ab; Dezember-Gold stieg um 2,60 auf 438,10 Dollar je Unze.