Während im Südosten der USA im Anschluss an den Hurrikan „Katrina“ der Ausnahmezustand herrschte, versuchte man an der Wall Street, zum Alltagsgeschehen zurückzukehren. Begünstigt wurde dies durch die Entwicklung bei den Ölnotierungen, die am Mittwoch vorerst wieder unter die 70-Dollar-Marke zurückgerutscht sind. Zwiespältig aufgenommen wurden die revidierten Daten zum Bruttoinlandsprodukt, das im zweiten Quartal offenbar um 3,3 Prozent angewachsen ist. Dies lag leicht unter den Erwartungen der Marktteilnehmer. Allerdings wurde verschiedentlich auch konstatiert, dass diese Zuwachsrate angesichts hoher Energiepreise und anderer Störfaktoren dennoch als recht robust anzusehen sei.

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Vor diesem Hintergrund lag der Dow Jones Index zunächst im Minus, konnte aber wenige Minuten nach Handelsbeginn in den positiven Bereich drehen und einen Aufschlag von 0,07 Prozent auf 10.420 Punkte verbuchen. Der breitere S&P 500 Index verbesserte sich um 0,18 Prozent auf 1210 Stellen; der Nasdaq Composite legte um 0,25 Prozent auf 2134 Zähler zu.

Vergleichsweise schwach entwickelten sich die Titel des Halbleiter-Ausrüsters Novellus Systems, der am Vorabend seine Prognose für die Auftragseingänge zurückgefahren hatte. Die Aktie gab 1,71 Prozent auf 27,03 Dollar ab. Boeing hingegen konnten sich trotz erfolgloser Verhandlungen mit der Mechaniker-Gewerkschaft um 0,31 Prozent auf 66,95 Dollar verbessern. Chiron zogen um 2,8 Prozent auf 37,14 Dollar an, nachdem eine zuvor stillgelegte Produktionsstätte diesmal die Qualitätskontrollen der FDA überstanden hatte.