USD/JPY hat im Zuge der massiven US-Dollar-Verluste auf breiter Basis nach Veröffentlichung des Fed-Protokolls und der ebenfalls „dovishen“ Rede von Fed-Präsident Ben Bernanke am Mittwochabend die runde 100er-Marke deutlich hinter sich gelassen und notierte im Tief bei 98,19.

    Yen-positiv fiel über Nacht auch der Zinsentscheid der Bank of Japan (BoJ) aus. So wurde die Geldpolitik unverändert belassen. Weiterhin soll die Geldbasis mit einer Jahresrate von 60 bis 70 Billionen Yen ausgeweitet werden, um der Deflation zu entkommen. Gleichzeitig sprach die BoJ jedoch zum ersten Mal seit der Katastrophe von Fukushima von einer moderaten Erholung im Land und zeigte sich zuversichtlich, dass die lockere Geldpolitik den sinkenden Preisen den Garaus machen könne. Dennoch werde das zweiprozentige Inflationsziel voraussichtlich nicht so schnell erreicht werden können, wie im April gehofft, heißt es.

    Für das Fiskaljahr 2013/14 erwartet die BoJ nun einen Anstieg der Verbraucherpreise in der Kernrate von 0,6 Prozent (April: plus 0,7 Prozent) und für 2014/15 von plus 1,3 Prozent (zuvor: plus 1,4 Prozent). Die Prognose für 2015/16 liegt unverändert bei plus 1,9 Prozent. Das Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wurde ebenfalls leicht von 2,9 auf 2,8 Prozent gesenkt (für 2013/14), von 1,4 auf 1,3 Prozent (für 2014/15) und von 16, auf 1,5 Prozent (für 2015/16).

    Gegen 10:25 Uhr MESZ notiert USD/JPY bei 99,24. Unterhalb des heutigen Tagestiefs bei 98,19 trifft USD/JPY bei 96,92 (Tief vom 25. Juni 2013) auf die nächste wichtige Unterstützung. Der nächste markante Widerstand liegt am Hoch vom 8. Juli 2013 bei 101,53.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.