Die Risikoaversion ist zum Wochenschluss wieder gestiegen, wovon als „sichere Häfen“ insbesondere der Schweizer Franken und der japanische Yen profitieren. Zwar wird sich Großbritannien nach der Niederlage der britischen Regierung bei der Abstimmung im Parlament nicht an einem Militärschlag beteiligen, doch könnten die USA auch zu einem Alleingang bereit sein. Da die diesbezügliche Entwicklung nicht abzusehen ist und es noch lang hin ist, bis die US-Märkte nach dem langen Wochenende in den USA am Dienstag wieder öffnen (in den USA ist Montag ein Feiertag), gehen zahlreiche Investoren lieber auf Nummer sicher.

    Jüngste Daten aus Japan sind gemischt ausgefallen. So ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August von 50,7 auf 52,2 Punkte gestiegen und auch die Verbraucherpreisteuerung hat sich wie von der Bank of Japan gewünscht weiter erhöht. Landesweit stiegen die Verbraucherpreise im Juli wie erwartet um 0,7 Prozent im Jahresvergleich, nach plus 0,4 Prozent im Juni. Im Großraum Tokio lag die Inflationsrate im August wie erwartet bei 0,4 Prozent im Jahresvergleich, nach plus 0,3 Prozent im Juli. Zudem hat sich die Arbeitslosenquote im Juli überraschend von 3,9 Prozent auf 3,8 Prozent verringert (Konsens 3,9 Prozent). Die Industrieproduktion enttäuschte jedoch im Juli mit einem Anstieg um lediglich 3,2 Prozent im Monatsvergleich. Erwartet worden war hier im Konsens ein deutlicherer Anstieg um 3,9 Prozent, nach minus 3,1 Prozent im Juni.

    Gegen 10:50 Uhr MESZ notiert USD/JPY bei 98,07. Die nächsten markanten Unterstützungen liegen am Tief vom 28. August 2013 bei 96,82 und 95,77 (Tief vom 8. August 2013). Die nächsten wichtigen Widerstände finden sich an den Hochs vom 23. und 2. August 2013 bei 99,15 und 99,95.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.