Kopenhagen (BoerseGo.de) - Gesicherte Vorhersagen über die kurzfristige Entwicklung der Rohstoffmärkte sind derzeit schwierig, denn die Gefahr zunehmender Rezessionsangst ist groß. „Überall mehren sich die Sorgenfalten. Viele glauben nicht daran, dass uns der EU-Gipfel am Wochenende bei der Lösung von Europas Schuldenkrise einen großen Schritt weiter bringen wird", befürchtet Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

„Goldanleger sind derzeit etwas ratlos, denn der Preis des Edelmetalls bewegt sich wie bei gewöhnlichen Rohstoffen auch auf und ab - eben genau wie andere Risikoassets", so Hansen. Diese Entwicklung sei für all jene problematisch, die mit Gold eigentlich vor den Schwankungen anderer Märkte sicher sein wollten. „Falle der Preis deutlich unter die 1.600-US-Dollar-Marke, könne er zwischenzeitlich sogar bis auf 1.500 US-Dollar korrigieren. Diese Marke sei dann aber eine stabile Stützungslinie und zuletzt vor zweieinhalb Jahren erreicht worden. Ungünstige Neuigkeiten kamen dann auch noch aus China. "Das Land mit der größten Nachfrage nach allen Rohstoffen wächst so langsam wie seit 2009 nicht mehr", erklärt der Saxo-Experte. Besonders bei Kupfer hätte dies zu einem starken Preisrutsch geführt. Auch andere Rohstoffe könnten in den Sog gezogen werden.