Sojabohnen wurden in der letzten Woche im Bereich von 540 cents pro Scheffel gestützt und prallten an dieser Marke nach oben ab. Das Wochenplus beträgt über 6%. Unserer Meinung ist diese Aufwärtsbewegung mehr auf die Stärke von Mais und Weizen als auf eine „innere“ Stärke des Marktes für Sojabohnen zurückzuführen. Denn während bei Weizen das Angebot in diesem Jahr durch eine weltweit schwache Ernte niedriger ausfallen wird, spielt bei Mais vor allem die gegenwärtige und erwartete Nachfrage eine Rolle. Die Maisnachfrage wird durch die steigende Ethanolproduktion in den USA weiter wachsen, während hohe Fleischpreise höhere Aufzuchtzahlen im nächsten Jahr versprechen. Dies wiederum könnte zusätzlich zur Ethanol- zu einer steigenden Futtermittelnachfrage führen. Bei Sojabohnen droht hingegen ein enorm hohes Angebot – die Lagerbestände könnten zum Jahresende auf ein Rekordhoch ansteigen. Auffällig ist: Das Handelsvolumen an der Chicagoer Getreidebörse CBOT stieg am vergangenen Donnerstag auf ein Rekordhoch an. Spekulanten stürzen sich also auf Mais, Soja und Weizen, was auch deutlich an den Preisbewegungen zu sehen ist. Weizen stieg seit Mitte September um 35%, Mais um 33% und Sojabohnen um 9,5% an.